Mi, 20. März 2019
25.10.2009 18:20

Neue Ermittlungen?

Lockerbie-Attentat könnte neu aufgerollt werden

Mehr als 20 Jahre nach dem Anschlag auf ein US-Linienflugzeug über dem schottischen Lockerbie erwägen die Justizbehörden einem Zeitungsbericht zufolge neue Ermittlungen in dem Fall. Angehörige britischer Opfer des Attentats seien in einer E-Mail-Nachricht darüber informiert worden, dass nach neuen Beweisen gesucht werde, berichtete die Zeitung "The Sunday Telegraph".

Dazu werde mehreren Untersuchungsansätzen nachgegangen. Eine Überprüfung der Akten könne dabei durch Untersuchungen von Gerichtsmedizinern ergänzt werden.

Berufungsantrag als Ausgangspunkt
Die Ermittlungsbehörden nehmen dabei anscheinend den zurückgezogenen Berufungsantrag des verurteilten und im August 2009 begnadigten libyschen Attentäters Abdelbasset Ali Mohammed el Megrahi als Ausgangspunkt für neue Untersuchungen. "Da nun das Berufungsverfahren beendet ist, sind weitere Untersuchungen zu dem Fall im Gange", heißt es dem Zeitungsbericht zufolge in der Email der Ermittler.

Der schwerkranke Megrahi war 2001 als einziger für den Lockerbie-Anschlag von 1988 verurteilt worden. Er war im August aus schottischer Haft entlassen worden (nähere Infos in der Infobox!). Kurz zuvor hatte er seinen Berufungsantrag fallen gelassen. Megrahi hatte stets seine Unschuld beteuert.

270 Tote bei Lockerbie-Anschlag
Bei dem Attentat auf einen PanAm-Jumbojet über dem schottischen Lockerbie waren im Dezember 1988 270 Tote zu beklagen - 189 der Todesopfer waren US-Bürger. Es handelt sich bis heute um den schwersten Terroranschlag in Großbritannien.

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