"Bomben" versteckt
Schwarz-Gelb: Grausamkeiten kommen später
Hinter dem im Wahlkampf versprochenen "Zuckerl" einer Milliarden-Steuersenkung (auf Schulden) ist ein sozialer Kahlschlag versteckt, der erst nach der Landtagswahl im größten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen im nächsten Frühjahr verraten werden soll. Denn dort an Rhein und Ruhr wollen CDU und FDP nicht gleich mit Regierungsverlust bestraft werden.
Systemwechsel in Gesundheitspolitik
Die neue Regierung in Berlin muss in ihrer Amtszeit den größten Schuldenberg in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland abbauen (beginnen). Hauptproblem für eine Schuldenbewältigung sind die massiv ausufernden Gesundheitskosten. Alle paar Jahre rufen die Krankenkassen nach Beitragserhöhungen und Staatshilfen. Der Mittelstand als Hauptfinanzierer fühlt sich mehr und mehr geschröpft.
Jeder Bürger zahlt "Kopfpauschale"
Hier plant die neue Regierung Merkel-Westerwelle einen regelrechten Systemwechsel, der das Ende der 126-jährigen solidarischen Finanzierung bedeutet. So werden die Arbeitgeberbeiträge eingefroren, um die Lohnnebenkosten zu begrenzen. Die Kassenbeiträge der Arbeitnehmer werden in eine "Kopfpauschale" umgewandelt, mit der nur noch eine Grundsicherung finanziert wird. Wer mehr will, muss zahlen oder sich privat versichern. Soziale Härten soll der Staat ausgleichen. Aber schon jetzt steht fest: Gesundheit wird erheblich teurer!
Zwei Minister werden die harte Aufgabe zu bewältigen haben: Wolfgang Schäuble als Minister "für Schulden, Budgetlöcher" und Finanzen, sowie Gesundheitsminister Rösler als "Minister für leere Krankenkassen".
von Kurt Seinitz, Kronen Zeitung












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.