"I påck’s anfoch nit, da Ferdl is nimma", schluchzt ein Mädchen immer wieder vor sich hin, während ihr starrer Blick zu dem mit weißen und roten Rosen bekränzten Sarg gerichtet ist. Neben ihr wird eine Freundin des Ermordeten von Weinkrämpfen geplagt, muss von ihrer Mutter gestützt werden und selbst zwei Burschen können ihre Tränen nicht verbergen und lassen ihrer Trauer hemmungslos freien Lauf.
Fast stoisch ruhig, wie gelähmt hingegen wirkt die Mutter von Ferdinand K., deren Geliebter zum Täter geworden war. Sie zeigt erst Emotionen, als sie einen Rosenstrauß auf den bereits abgesenkten Sarg wirft.
"Es war sehr schön, dass es dich gab"
Sehr bewegt, um Worte ringend, nehmen Oma und Opa Abschied am offenen Grab: "Pfiat di Gott, Ferdl". Und auf einem der Kränze steht, was sich viele Trauergäste im verregneten Sörg denken, aber nicht verstehen, warum es so hatte kommen müssen: "Es war schön, dass es dich gab."
von Wilfried Krierer, "Kärntner Krone"









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