Nie schmerzfrei

100.000 Kärntner haben chronische Schmerzen

Kärnten
22.10.2009 14:48
21 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, das sind etwa 100.000 Kärntner, leiden an chronischen Schmerzen. Das ergibt eine neue Studie der Österreichischen Schmerzgesellschaft. Viele Kranke warten zu lange, ehe sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Andere greifen wahllos zu Schmerzmitteln – eine riskante Sache!

Maria Korak-Leiter, Ärztin in Maria Rain, weiß aus Erfahrung: "Besonders häufig sind Schmerzen des Bewegungsapparates." Diese könnten zwar medizinisch sehr gut behandelt werden, es würde aber einer größeren Zahl von stationären Betten bedürfen. Korak-Leiter: "Dann würden die oft zeit- und Kräfte raubenden Untersuchungen optimaler und für ältere Patienten schonender ablaufen können."

Landesrat Peter Kaiser, Schmerztherapeut Rudolf Likar (im Bild) und die Primarärzte Josef Marksteiner und Georg Pinter wollen in der diesjährigen "Schmerzwoche" auch aufzeigen, dass Selbstmedikation gefährlich sein kann. Likar: "40 Prozent der Schmerzpatienten geben an, rezeptfreie Schmerzmittel monatelang einzunehmen." Magen-, Leber- und Nierenschäden können, so Likar, die Folge sein.

Im LKH Klagenfurt steht Schmerzpatienten ein eigenes "Zentrum für Schmerztherapie" zur Verfügung. Kaiser: "Tausende Menschen werden hier alljährlich erfolgreich behandelt."

von Fritz Kimeswenger („Kärntner Krone“)

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