22.10.2009 11:41 |

Bordeaux-Blamage

Rummenigge liest den Bayern-Stars die Leviten

Karl-Heinz Rummenigge liegt die blamable 1:2-Niederlage des FC Bayern gegen Bordeaux am Mittwoch in der Champions League schwer im Magen. Die Stars des "FC Hollywood" verloren nicht nur das Spiel, sondern wegen Platzverweisen auch Jung-Star Thomas Müller und Abwehr-Chef Daniel van Buyten - und das, obwohl Tormann Butt zwei Elfmeter hielt. Bayern-Boss Rummenigge nahm sich daher seine Stars nach dem Match zur Brust und las ihnen die Leviten...

Beim Bankett im Mannschaftshotel sprach Rummenigge zu später Stunde Klartext: "Ich möchte euch dringend empfehlen, eine andere Gangart einzulegen. Das wird nicht der Erfolgsweg der Bayern sein. Es ist jetzt eine Reaktion der Mannschaft gefragt. Wir brauchen jetzt Siege und damit müssen wir am Samstag gegen Frankfurt anfangen."

Müller entschuldigt sich
"Ich habe mich bei der Mannschaft entschuldigt. Ich habe ihr und dem Verein mit der dummen Aktion geschadet", sagte Senkrechtstarter Müller. "Vielleicht ist der Hype um ihn auch ein bisschen zu groß geworden", mutmaßte jedenfalls Kapitän Mark van Bommel. Aber da winkte Müller nur ab: "Das ist völlig aus der Luft gegriffen. Der mediale Druck ist beim FC Bayern schon immer hoch."

CL-Aus droht
Tatsächlich droht den Münchnern schon in der Gruppenphase das Champions-League-Aus. Nach drei Runden stehen magere vier Punkte bzw. Rang drei hinter Bordeaux und Juventus zu Buche. Rummenigge: "Jetzt haben wir Druck und müssen sechs Punkte einfahren!"

Schlechtere Bilanz als unter Klinsmann
Vieles erinnert an die vergangene Saison. Auch damals scheiterten die Bayern vorzeitig in der Champions League und enttäuschten in der Meisterschaft. Die Folge: Coach Jürgen Klinsmann wurde vor die Tür gesetzt. Und die Bilanz des aktuellen Trainers Louis van Gaal ist sogar noch schwächer als jene Klinsmanns. Rummenigge meint dazu: "Der Trainer weiß, dass wir Erfolg haben müssen." Franz Beckenbauer, auf den van Gaal einen "ratlosen Eindruck" macht, kommentierte die Niederlage so: "Es ist saublöd gelaufen."

Gastgeschenk half nichts
Damit meinte Beckenbauer nicht das Gastgeschenk in Form eines Eigentors von Michael Ciani (6.), das dem deutschen Rekordmeister die rasche Führung brachte. Der Innenverteidiger "rächte" sich nach einem Eckball aber mit dem Ausgleich per Ferse (27.). Die Bayern schwächten sich danach mit dem Ausschluss von Thomas Müller (Gelb-Rot, 30.) selbst. Planus (40.) gelang noch vor Seitenwechsel das 2:1 für die Mannschaft von Laurent Blanc.

Diese konnte sich in der zweiten Spielhälfte sogar den Luxus leisten, zwei Elfmeter zu verschießen. Zunächst scheiterte Spielmacher Gourcuff (66.) an Bayern-Torhüter Butt, dann auch Jussie (88.). Die Bayern beendeten die Partie nach einer Roten Karte gegen Van Buyten (87.) nur mit neun Spielern...

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