Di, 18. September 2018

Kein Roaming:

19.03.2018 13:09

„Notlüge“ brachte Pensionist vor Gericht

Getäuscht und abgezockt fühlte sich ein Burgenländer von seinem Mobilfunkanbieter, weil das Roaming im Ausland beim neuen, teureren Tarif nicht funktionierte. Wutentbrannt ging der Kunde zum Polizeiposten und erstattete Anzeige gegen den Provider. Doch das wurde zum Boomerang, und der Mann landetet vor Gericht.

Freunde werden der Südburgenländer und ein bekannter heimischer Mobilfunkanbieter wohl nicht mehr. Jahrelang hatte Heinz M. einen Tarif um 9,90 Euro im Monat. Vor etwas mehr als einem Jahr suchte er eine Filiale des Providers in Wiener Neustadt für einen Tarifwechsel auf. Fortan bezahlte M. zehn Euro mehr im Monat und erhielt zusätzlich zur Sim-Karte auch ein USB-Internmodem. In der Annahme, dass in diesem Paket auch die Nutzung im Ausland (Roaming) integriert sei, fuhr M. zur Kur nach Ungarn. Nach seiner Rückkehr beschwerte er sich wutentbrannt bei seinem Anbieter, denn die Telefonate aus dem Ausland waren eben nicht inkludiert. Das stand auch so in seinem Vertrag.

Die Situation eskalierte weiter, der unzufriedene Kunde verweigerte die Bezahlung der Rechnungen. Sein Vertragspartner drohte mit dem Rechtsweg. Daraufhin ging der Pensionist zur Polizei und behauptete, seine Unterschrift in den Unterlagen sei gefälscht, weshalb er weiterhin nur 9,90 im Monat bezahlen werde.

Für diese Verleumdung des Mitarbeiters des Providers stand der Südburgenländer jetzt in Eisenstadt vor Gericht – und fasste drei Monate auf Bewährung aus. „Ich nehme an, will nur noch meine Ruhe haben“, polterte der Rentner nach der Urteilsverkündung.

Kronen Zeitung

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