Di, 21. August 2018

Hölle auf Erden

15.03.2018 15:39

12.000 Zivilisten auf Flucht vor Assads Truppen

Ost-Ghouta in Syrien gleicht derzeit der Hölle auf Erden: Tod und Zerstörung wohin man blickt, vom Himmel regnet es Bomben, Tausende Menschen haben ihr Heim verloren und sind auf der Flucht vor den Soldaten des Machthabers Bashar al-Assad. Am Donnerstag hat die Eskalation der Gewalt einen neuen Höhepunkt erreicht, denn den Regierungstruppen ist in der Rebellenenklave offenbar der militärische Durchbruch gelungen. Die Region Ost-Ghouta wird nun „zu 70 Prozent vom Assad-Regime kontrolliert“, mehr als 12.000 Zivilisten sind deshalb auf der Flucht.

Die Menschen seien in Auffanglager nahe der Hauptstadt Damaskus gebracht worden, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Kämpfe dauern noch an
Die Kämpfe in dem Gebiet gehen unterdessen weiter. Die Kleinstadt Hammuriye, der Hauptort der Region, soll sich nach heftigen Luftangriffen und einer anschließenden Bodenoffensive nunmehr zur Gänze unter der Kontrolle der Regierungstruppen befinden. Abdel Rahmen erklärte außerdem, dass sich die Rebellen der Gruppe Faylaq al-Rahman zurückgezogen hätten und der Großteil der Zivilisten geflohen sei.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA verbreitete Fotos von Menschen, die Ost-Ghouta zu Fuß, mit Autos oder per Motorrädern verlassen haben. Auf dem Bildmaterial waren vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen zu sehen.

Konvoi mit Hilfslieferungen eingetroffen
Die russische Nachrichtenagentur Tass sprach von 4000 geflüchteten Zivilisten seit Beginn der humanitären Feuerpause am Donnerstag. Bis zum Ende des Tages sollen rund 13.000 Menschen das Gebiet verlassen, sagte ein russischer Sprecher am Donnerstag. Zudem erreichte erneut ein Hilfskonvoi aus 25 Lastwagen mit einer Lieferung des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, des Syrischen Roten Halbmondes und der Vereinten Nationen das umkämpfte Gebiet.

In den vergangenen Tagen hatten bereits Hunderte Menschen Ost-Ghouta verlassen können. Auch eine kleine Rebellentruppe floh aus dem Gebiet, das seit mehr als drei Wochen eine der schwersten Angriffswellen der syrischen Streitkräfte erlebt. Seit Beginn der Operation Mitte Februar kamen Aktivsten zufolge rund 1200 Zivilisten bei Bombardierungen ums Leben.

 krone.at
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