FP-Themen für Wahl

Fahne, Brauchtum und Heimatland "respektieren"

Burgenland
17.10.2009 16:07
Bei einer zweitägigen Klausur ihres Parteipräsidiums in Deutschkreutz hat die FPÖ Burgenland Themen für die kommende Landtagswahl besprochen. Besonders konzentrieren wolle man sich auf die Bereiche Sicherheit, Soziales und Zuwanderung, sagte Parteiobmann Johann Tschürtz (Bild) am Samstagnachmittag. Ziel der FP für die Landtagswahl sei es, zweistellig zu werden. "Die Zweistelligkeit ist in greifbarer Nähe", erklärte Tschürtz.

Mit Hilfe von "klaren Ansagen" wolle man auch in die Landesregierung einziehen. Angesichts eines "Schwarz-Roten Chaos-Systems", das es derzeit gebe, werde es wichtig sein, die FPÖ in der Regierung zu haben. Sollte der Proporz nicht abgeschafft werden, sei er jedoch "lieber in Opposition", meinte Tschürtz. Er wolle "klare Trennlinien". Bezüglich der Abschaffung des Proporzes werde man nach Parteienverhandlungen sehen, wer künftig Partner für die FP sein könnte.

Bei der Sicherheit ortete Tschürtz Handlungsbedarf und wiederholte seine Forderung nach Wiedereinführung von Grenzkontrollen, wenn auch nur zeitweise. Er schlug auch vor, leer stehende Gebäude bei den Grenzkontrollstellen zu nützen. Darin könnten Schulungszentren für die Polizei oder ein Bezirkspolizeikommando eingerichtet werden. Tschürtz verlangte auch eine Aufstockung der Kriminalpolizei sowie Personal für rund 250 unbesetzte Planposten. Die FP wolle, "dass niemand mehr, der einen Einbruch begeht, auf freiem Fuß angezeigt wird."

Fahne, Brauchtum und Heimatland Burgenland "respektieren"
Eine der wichtigsten Forderungen sei jene nach "burgenländischen Arbeitsplätzen für Burgenländer zuerst". Im Sozialbereich trat der FP-Chef für ein "Landeserziehungsgehalt" und eine bessere Förderung von Familien am Arbeitsplatz ein. Bei der Pflege wolle man einen Lehrberuf einführen. Ginge es nach den Freiheitlichen, sollte der Musikschulunterricht für Kinder künftig gratis werden, so Tschürtz. Dies würde den "Brauchtums"- und "Heimatgedanken" verstärken.

Um über die Bevölkerungsentwicklung nachzudenken, regte der FP-Chef ein "Institut für Heimatsicherung" an. Dieses solle sich mit der Blickrichtung auf den Zeitraum 2015 bis 2020 auch mit der Frage befassen, "wie viele Ausländer verträgt das Burgenland?" Ein "Heimatschutzgesetz" soll zudem unter Androhung von Verwaltungsstrafen sicherstellen, dass jeder, der im Burgenland wohne oder sich hier aufhalte, die Fahne, das Brauchtum und "das Heimatland Burgenland zu respektieren" habe.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Burgenland Wetter
5° / 14°
stark bewölkt
4° / 13°
wolkig
3° / 15°
stark bewölkt
3° / 13°
stark bewölkt
4° / 14°
wolkig



Kostenlose Spiele