Mo, 22. Oktober 2018

Randale bei Hundeschau

12.03.2018 11:16

Securitys werfen sich auf Tierschützerin

Dramatischer Zwischenfall bei der laut Veranstalter „größten Hundeshow der Welt“ in Großbritannien: Während der Siegerehrung stürmen zwei Aktivisten auf die Bühne, um auf das Leid bei der Hundezucht aufmerksam zu machen. Die Gewinnerin des „Best in Show“-Preises schnappt sich schützend ihren Vierbeiner und läuft mit ihm davon, während sich im Hintergrund Wachleute auf eine Demonstrantin werfen.

Während der Verleihung des begehrten Preises für den schönsten Hund der Hundeschau Crufts bricht am Sonntag Panik in der Veranstaltungshalle in Birningham aus. Zwei französische Aktivisten stürmen auf die Bühne, halten Schilder in die Luft. Auf einem steht „Crufts: Hunde-Eugenik“. Die Aktion wurde von der Tierschutzorganisation PETA organisiert.

Der Verein schreibt in einer diesbezüglichen Presseaussendung: „Die Demonstranten wollten damit auf das Leid von Hunden aufmerksam machen, denen von Menschen stark übertrieben Merkmale angezüchtet wurden, um die ,Rassestandards‘ des Kennel Clubs (Anm.: Der Veranstalter der Crufts) zu erfüllen.“ PETA schreibt darin weiter: „Diese extreme Zucht setzt die Tiere einem hohen Risiko aus, an einer Reihe von schmerzhaften Krankheiten, wie Geburtsfehlern und angeborenen Gesundheitsproblemen, zu leiden.“

Crufts-Sprecher: „Sie haben die Hunde verängstigt“
Yvette Short, die zum Zeitpunkt, als die Tierschützer auf die Bühne stürmten, gerade ihre Trophäe entgegennehmen wollte, schnappte sich beschützend ihren preisgekrönten Windhund und lief in Panik davon. Die Aktivisten werden innerhalb kürzester Zeit gestoppt, Wachleute werfen sich auf die Demonstranten. Ein Sprecher von Crufts verurteilte die Aktion gegenüber der „Daily Mail“: „Es scheint so, als hätten sich die Demonstranten von PETA unerlaubten Zugang zur Hauptarena der Crufts verschafft. Sie haben die Hunde verängstigt und die Sicherheit von Hunden und Menschen in einer äußerst unverantwortlichen Weise gefährdet.“

Scherzhafter Vorschlag auf Twitter: Hunde bewaffnen
Auf Twitter wird die Reaktion der Hundebesitzerin gefeiert. Einige finden das beschützende Verhalten von Short „süß“. Andere machen sich über den Vorfall lustig und sprechen Anlehnung an eine Terrorattacke von einer „Terrier-Attacke“. Ein weiterer User fragt, ob es an der Zeit sei, Hunde zu bewaffnen und spielt damit auf den Vorschlag des US-Präsidenten Donald Trump an, Lehrer nach dem jüngsten Amoklauf in einer High School in Florida Lehrer mit Waffen auszustatten.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.