Kranken-Bespitzelung

Brauner verurteilt Mitarbeiter-Überwachung

Wien
13.10.2009 14:39
Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) hat den Schnüffel-Praktiken der Wiener Linien eine Absage erteilt. Die Vorgehensweise, Krankenstände von Mitarbeitern durch externe Detektive zu überprüfen, „war falsch“, erklärte die Ressortverantwortliche für die Verkehrsbetriebe.

Es habe sich lediglich um Einzelfälle gehandelt, meinte Brauner weiter. „Die Methode hat uns nicht gepasst. Das haben wir auch klar zum Ausdruck gebracht“, erklärte die Politikerin. Die Praxis, Detektive auf krankgeschriebene Mitarbeiter anzusetzen, sei bereits abgestellt. Weitere Konsequenzen oder personelle Änderungen an der Unternehmensspitze stellte Brauner nicht in Aussicht.

Kranke Mitarbeiter im Visier
Damit reagierte die Vizebürgermeisterin auf Vorwürfe der FPÖ, die von den Wiener Linien bereits bestätigt worden waren. So hatte etwa ein Mitarbeiter zwei angeheuerte Detektive entdeckt, die ihn überwachen sollten. Auch interne Ermittler der Verkehrsbetriebe wurden eingesetzt. Einer dieser Revisoren soll sich als Kaufinteressent getarnt in das Wohnobjekt einer kranken Mitarbeiterin eingeschlichen haben. Solche Vorgehensweisen seien aber nur bei begründetem Verdacht auf Krankenstandmissbrauch erfolgt, hieß es seitens der Geschäftsführung der Wiener Linien. Der Vorwurf, heikle Daten wie Diagnosen oder Medikamentenverschreibungen aus den Krankenakten an die Personalabteilung weitergeleitet zu haben, wurde hingegen dementiert.

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