Mo, 18. März 2019
13.10.2009 08:31

Plötzliche Einigung

US-Investor kauft 66 Prozent des AMAG-Eigentümers

Der derzeitige Mehrheitseigentümer der AMAG, der Verpackungskonzern Constantia Packaging, wird an den US-amerikanischen Investor One Equity Partners (OEP) verkauft. 66 Prozent der Anteile sollen von dem Investor übernommen werden. Die Kosten dafür liegen bei rund 429 Millionen Euro.

Für den Streubesitz der Constantia Packaging ist – laut ORF Oberösterreich – ein Angebot von 38,67 Euro pro Aktie geplant, teilten die Vertragspartner am Montag in den Abendstunden mit. Die Constantia Packaging will rund 25 Prozent am Unternehmen, zu der auch die oberösterreichische AMAG gehört, behalten.

Vorerst wurde keine genaue Transaktionssumme genannt. Auf Basis von 16,8 Millionen Aktien und der dem Streubesitz gebotenen Summe ergibt sich für die verkauften 66 Prozent ein Verkaufspreis von rund 429 Millionen Euro. Das gesamte Unternehmen wurde damit mit rund 650 Millionen Euro bewertet.

Der Investor deutete bereits an, dass er Constantia Packaging etwas länger behalten will. Die Konzernteile Duropack, Constantia Flexibles und AMAG sollen bestehen bleiben.

Zwei Hürden für geplanten Verkauf
Zwei Hürden gibt es noch, die den Verkauf platzen lassen könnten. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Und in der Affäre rund um die Immobiliengesellschaft Immofinanz, in die der Verpackungskonzern Constantia Packaging verwickelt ist, gibt es noch keinen Generalvergleich. Dieser soll allerdings jetzt durch den Verkauf an den US-Investor ermöglicht werden.

Ob in der AMAG in Ranshofen alle Arbeitsplätze erhalten bleiben, ist noch unklar. Die Constantia Packaging ist in den Bereichen "Aluminium", Wellpappe" und "Flexible Verpackung" tätig. Rund 7.600 Mitarbeiter stellen in 20 Ländern Rohaluminium, Aluminiumhalbfertigfabrikate sowie Verpackungen aus Aluminium, Kunststoff und Wellpappe her. 2008 erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.

Teil soll in Oberösterreich bleiben
Der oberösterreichische Landtag wurde am Montagabend von dem Verkauf informiert. Das Land werde sich bemühen, dass 25 Prozent der AMAG in Oberösterreich bleiben. Als wahrscheinlich gilt, dass 15 Prozent an oberösterreichische Banken verkauft werden. Damit bliebe zumindest die Sperrminorität im Lande. Es sei auch denkbar, für die Finanzierung eine Landeshaftung bereitzustellen. Derzeit hält die AMAG-Mitarbeiterstiftung zehn Prozent. Was langfristig nicht von den Mitarbeitern gehalten werden könne, sollte von der ÖIAG übernommen werden.

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