Fr, 22. Juni 2018

Sieben Jahre Hölle

24.02.2018 18:09

Russe hielt junges Model als Sex-Sklavin gefangen

Sie war einst ein schönes Model mit einem bezaubernden Lächeln. Heute ist Natasha Serebriy (25) eine andere Frau: Sie ist abgemagert, verängstigt, und das Lächeln fällt ihr schwer. Grund dafür ist ihr Ex-Freund, der russische Geschäftsmann Vyacheslav R., der sie sieben Jahre lang misshandelt und als Sex-Sklavin gehalten hat. Beinahe täglich vergewaltigt, bekam Natasha während ihrer Gefangenschaft zwei Kinder mit ihrem Peiniger. Schließlich gelang der 25-Jährigen die Flucht - in Angst lebt sie aber immer noch.

Im Alter von 18 Jahren lernte Natasha Vyacheslav R. kennen, wie die britische "Daily Mail" berichtet. Anfangs verlief die Beziehung normal. Er behandelte sie gut, schenkte ihr die Anerkennung und Achtung, die sie so sehr suchte. Doch schon bald begann der russische Geschäftsmann seine rund dreißig Jahre jüngere Freundin zu schlagen. Zudem isolierte er Natasha von ihrer Familie und Freunden, untersagte ihr schließlich jeglichen Kontakt zu anderen Menschen, sollte er nicht anwesend sein.

"Am Anfang liebte ich ihn"
Sie liebte ihn dennoch, später wird die Rede vom Stockholm Syndrom sein. "Am Anfang liebte ich ihn und wollte besser werden, um ihn zufriedenzustellen", zitiert die "Daily Mail" das Ex-Model. Dieses Denken nutzte der Mann aus, warf ihr vor, dass sie an allem schuld sei und er sie neu erziehen müsse.

Misshandlungen und Vergewaltigungen standen auf der Tagesordnung. Nach zwei Jahren kam das erste gemeinsame Kind auf die Welt, ein Mädchen. Als Natasha kurz nach der Geburt das Kind stillen wollte, wurde sie von Vyacheslav attackiert. "Weil ich ihm nicht den gebührenden Respekt entgegengebracht habe", erinnert sie sich heute. Nur 22 Monate später folgt Kind Nummer zwei, wieder ein Mädchen.

Junge Frau wurde magersüchtig
Isoliert und misshandelt, verlor die junge Frau immer mehr Gewicht, bis sie letztlich magersüchtig wurde. Durfte sie an die Öffentlichkeit, musste sie stets die Hand des Mannes halten, der ihr Leben zur Hölle machte. Nicht aus Liebe, sondern aus Zwang, wie sie heute weiß. "Ich hatte keine Möglichkeit zu fliehen. Er nahm mir auch alle meine Dokumente", so Natasha. Trotz fast täglichen Vergewaltigungen, verbat ihr Vyacheslav sogar, Verhütungsmittel zu benutzen.

Als sie eines Tages ins Krankenhaus musste, bat sich die Gelegenheit zur Flucht. Doch sie zögerte, weil sie die Kinder zu Hause lassen musste. Angestellten des Spitals, denen sie von ihrem Leid berichtete, beschlossen, ihr zu helfen. Die Klinik bat den gewalttätigen Freund samt den Kindern in die Klinik. Unter einem Vorwand lotsten sie den Mann in eine andere Abteilung. Natasha und ihre Kinder konnten indes in einen vom Personal bereitgestellten Fluchtwagen steigen - und so aus ihrer persönlichen Hölle entkommen.

Seit der Flucht lebt Natasha mit ihren Töchtern in einem Frauenhaus. Die immer noch magersüchtige Frau lebt immer noch in Angst. Angst, dass plötzlich ihr Peiniger vor ihrer Tür stehen könnte. Von Vyacheslav R. fehlt jede Spur …

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