„Meine Tochter ist mein ganzer Stolz“, so der 24-Jährige. Drei Jahre, ein kleiner Engel. Allerdings ein Engelchen, das oft weint, weil Mama und Papa nicht mehr miteinander können. Und weil die beiden jetzt auch noch darum streiten, wer sich um das Töchterchen kümmern darf. „Anfangs war immer klar, dass sie bei mir bleibt“, behauptet der Vater.
„Ja, aber nur, weil ich ihr den Willen gelassen habe und sie selbst zum Papa wollte“, gibt die Mutter, selbst mit 22 noch mehr Kind als Frau, zu. Jedenfalls fordert sie nun das Sorgerecht. Und mit dem Ex-Partner möchte sie nichts mehr zu tun haben.
42 SMS pro Tag
Tausende SMS hat er ihr geschrieben. „Durchschnittlich 42 am Tag“, rechnet Richter Christian Liebhauser vor. „Das nennt man beharrliche Verfolgung, also Stalking.“ Doch man könnte es auch als die verzweifelten Versuche eines jungen Vaters sehen, der um seine Familie kämpft. Sogar Staatsanwalt Andreas Liensberger wird da weich: „Wie wäre es, wenn Sie sich entschuldigen, dem Opfer die Hand geben, Danke sagen und wir auf eine Verurteilung verzichten?“
Der sogenannte außergerichtliche Tatausgleich ist durchgegangen; das Strafgericht ist für den Beziehungsstreit um das Kind somit nicht mehr zuständig.
von Kerstin Wassermann („Kärntner Krone“)
Symbolbild










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