20.02.2018 18:55 |

Kampf um „Likes“

Kern auf Facebook: Jetzt deutlich weniger Fans

Vom Superstar zum Nebendarsteller: Auf Facebook und anderen Social-Media-Plattformen verschwindet Ex-Kanzler Christian Kern (SPÖ) langsam aus der öffentlichen Wahrnehmung. Es punkten hingegen die Regierungsparteien mit den Medienprofis Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ).

Eine vermeintliche Pizza-Lieferung des Kanzlers, zahlreiche Videobotschaften, Schmutzkübel-Seiten wie "Wir für Sebastian Kurz": Kein Wahlkampf in der Geschichte der Republik wurde so stark über soziale Medien ausgetragen wie jener für die Nationalratswahl im vergangenen Oktober.

Doch was ist seitdem passiert? Zu wenig, zumindest aufseiten der Wahlverlierer. Gemeinsam mit der Analyse-Plattform Storyclash hat die "Krone" erhoben, wie stark oder schwach die Parteien und ihre Spitzenkandidaten auch nach der Wahl auf Facebook, Twitter & Co. vertreten waren. Und dabei war ein eindeutiger Trend ablesbar.

Die Entwicklung aller Social-Media-Interaktionen der Parteien und ihrer Spitzenkandidaten zusammen:

Werte nach der Wahl im Keller
Entscheidend war dabei die Zahl der Interaktionen: Wie oft wurden Beiträge der Kandidaten oder Parteien "geliked", geteilt oder gar kommentiert? Wie viele Menschen sahen so die Botschaften? Besonders bei Ex-Kanzler Kern und seiner SPÖ gibt es da einiges aufzuholen. Nach der Wahlniederlage sind die Werte in den Keller gerasselt - deutlich stärker als beim Koalitionsduo ÖVP/FPÖ (siehe Grafik oben: die Seite der Partei und die des jeweiligen Spitzenkandidaten wurden addiert). Noch gravierender zeigt sich der Unterschied bei den Auftritten der einzelnen Politiker (unten): Während Kurz und Strache als Einzelpersonen reüssieren, wird es um Kern immer stiller.

Paul Tikal
Paul Tikal
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