Bei der Erstürmung mehrerer Privatwohnungen in der Bundeshauptstadt durch die Eliteeinheit "Cobra" klickten nun für neun Kosovo-Albaner und die Wiener Freundin (44) eines Haupttäters – sie arbeitet als Pflegerin in einem Heim – die Handschellen. Den Stein ins Rollen hatte die Verhaftung zweier Botenfahrer für die Schlepper nach einem Raubüberfall gebracht: Gegen Strafmilderung packten sie nämlich aus.
"Großer Schlag gegen Schlepperkriminalität"
Laut Gerald Tatzgern, Leiter des Büros für Schleppereibekämpfung im BK, handelte es sich "bei der Operation 'Eule' um einen der größten Schläge gegen die internationale Schlepperkriminalität der vergangenen Jahre". Die Route der Schlepper verlief über Serbien und Ungarn nach Österreich, wo die Flüchtlinge von den mutmaßlichen Organisatoren in Gruppen von bis zu 20 Personen in Fahrzeugen nach Wien gebracht wurden.
"Preis" abhängig von der Destination
Von Wien aus ging es dann weiter in die Zielländer wie Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, die Schweiz und Großbritannien. Von der Zieldestination hing letztendlich auch der Preis ab. Großbritannien war am teuersten: 8.000 Euro zahlten die Geschleppten unter anderem für die Erstellung spezieller Dokumente. Der Fall scheint übrigens noch nicht abgeschlossen zu sein: Im Bundeskriminalamt wollte man am Freitag jedenfalls nicht ausschließen, dass es in den nächsten Tagen weitere Festnahmen geben könnte.










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.