13.02.2018 10:29 |

Lebensretter

Revierinspektor Bernd Stropek (31)

Die junge Frau lag bewusstlos am Boden. Die Badezimmertüre von innen versperrt. Als die verzweifelten Eltern die Polizei alarmieren, ist Bernd Stropek als erster zur Stelle.

Gemeinsam mit dem Vater bricht der Revierinspektor die Tür auf. Die 22-Jährige sieht blass aus. Sie keucht unregelmäßig. Schnappatmung. Anzeichen von Gewalt sind keine zu erkennen. Stropek tippt auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Kohlenmonoxid, das geruchlose, unsichtbare aber todbringende Gas aus der defekten Therme, das selbst durch dicke Mauern kriechen kann.

Der Beamte bringt die Bewusstlose ins Freie. Jetzt müssen auch alle anderen Bewohner in Sicherheit gebracht werden. Stropek geht zurück in den Gefahrenbereich und sorgt dafür, dass alle Mieter das Gebäude räumen.  Der Revierinspektor zieht sich eine leichte Vergiftung zu, die Frau kommt ins Krankenhaus und überlebt ohne Schäden.

Stropeks Einsatzgebiet ist der 4., 5. und 6. Bezirk. Nach einer Karriere als Fußball-Tormann sowie in der Versicherungsbranche kommt er mit 23 Jahren zur Polizei. „Mein Vater ist schon Polizist gewesen“, sagt der 31-Jährige. Heute hat der Leopoldstädter selbst einen kleinen Sohn. „Im Grunde hätte jeder Polizist in Wien die Auszeichnung verdient. Meine Kollegen leisten tolle Arbeit“, so Stropek.

Kronen Zeitung

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