Dunkelheitsreservate:

Nacht in Oberösterreich soll wieder finster werden

Liegt Nebel über Linz, kann man in Kirchschlag in der Nacht die Milchstraße sehen – ohne Nebel ist der Himmel fast sternenlos! Der Lichtverschmutzung wird der Kampf angesagt, in vier Mustergemeinden soll es so finster wie möglich werden. Dunkelheitsreservate im Mühlviertel und Salzkammergut sind in Planung.

Rund um Sandl, Sarleinsbach, im Steyr- und Ennstal, am Attersee oder im Nationalpark Kalkalpen sind laut Helligkeitsmessungen solche „Dark Sky Reveres“ möglich. „Die Gemeinden müssen auch mitmachen, wir können nichts verordnen“, sagt Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, der im September zum europaweiten Lichtverschmutzungs-Kongress nach Linz lädt.

Dunkelheit ist Chance
„Für uns ist die Dunkelheit eine Chance, Gäste bewundern den Nachthimmel voller Sterne und freuen sich, wenn sie am Morgen die Vögel zwitschern hören“, sagt etwa Nicole Eder, Bürgermeisterin von Steinbach/Attersee. Ihre Gemeinde sowie Kirchschlag, Brunnenthal und Weyer sind Musterorte für eine umweltgerechte Straßenbeleuchtung, die nach einem in OÖ ausgearbeiteten und nun für ganz Österreich gültigen Leitfaden umgesetzt wird. „Es geht darum, nur noch das Nötigste zu beleuchten, dazu kommt die Lichtfarbe. Derzeit ist alles auf volle Farberkennung ausgelegt, das muss aber nicht sein“, erklärt Heribert Kaineder von der Landes-Abteilung Umweltschutz.

Ab 22 Uhr werden Lampen abgeschaltet
„Bei uns gibt’s einen Ortsteil, wo sich die Bürger dafür ausgesprochen haben, dass ab 22 Uhr die Straßenbeleuchtung abgeschaltet wird“, sagt Bürgermeister Gerhard Klaffner aus Weyer, der ab 23 Uhr jede zweite Laterne ausschalten lässt. Er hofft – wie seine Amtskollegin aus Steinbach – dass die Dunkelheit Touristen anlockt.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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