Wieder abgebaut
Posse um Gaddafi-Zelt in New York beendet
"Das ist eine gute Nachricht", sagte der Leiter der Ordnungsbehörde von Bedford, Lee Roberts. Die Stadtverwaltung betrachtete die Errichtung des Zeltes als illegal. Ein Jurist der Stadt Bedford erklärte, dass der Zeltbau einige Vorschriften und Gesetze der Gemeinde verletze. Auch gelte in diesem Fall keine diplomatische Immunität. Es handle sich um ein Privatgrundstück und da gälten die Gesetze der Gemeinde.
Ein Vertreter der libyschen Regierung, Chalifa Chalifa, erklärte dagegen, der Aufbau des Zeltes sei rechtmäßig erfolgt. Das Zelt sei errichtet worden, um den Staatschef zu ehren. Gaddafi selbst hielt sich aber offenbar nie in dem Zelt auf. Zuvor hatte Gaddafi mehrfach versucht, an anderen Orten ein Zelt für die Dauer seines Aufenthalts in New York errichten zulassen - unter anderem hatte er sogar angefragt, ob er dafür den Central Park nutzen könne. Alle Versuche waren jedoch gescheitert.
Katz-und-Maus-Spiel in Bedford
Der Streit um Gaddafis traditionelles Zelt für Staatsempfänge, hatte sich in den vergangenen Tagen zu einem Katz-und-Maus-Spiel entwickelt. Nachdem Bedford am Mittwoch scheinbar erfolgreich für den Abbau des Zeltes, das auf einem von Milliardär Donald Trump gemieteten steht, gesorgt hatte, kehrten am Donnerstag die libyschen Arbeiter zurück und zogen erneut die Planen hoch.
Die Bedforder Behörden, die Gaddafi aus Publicity-Gründen nicht in ihrer Stadt haben wollten (unter den Opfern des von libyschen Terroristen verübten Lockerbie-Attentats befanden sich auch Bürger des Städtchens), ließen den Segeltuch-Bau am Mittwoch unter Androhung von Verwaltungsstrafen und Polizeigewalt entfernen. Doch schon einen Tag später kamen die libyschen Arbeiter zurück und zogen erneut ein (kleineres) Zelt hoch.
Trump: "Hatte keine Ahnung, dass es Gaddafi ist"
Am Donnerstag hatte sich Donald Trump in der Causa persönlich an die Öffentlichkeit gewandt. Das Grundstück, auf dem eine prunkvolle Stein-Villa steht, sei an eine Investorengesellschaft aus dem Nahen Osten vermietet. Er habe nichts davon gewusst, dass Gaddafi erlaubt wurde, sein Zelt, in dem er Polit-Empfänge abzuhalten pflegt, im Garten hinter dem Haus aufzustellen. Er könne und wolle aber nichts dagegen unternehmen.
Gaddafi beschimpfte UNO als "Terror-Rat"
Nach 40 Jahren als Herrscher seines Landes war Gaddafi am Mittwoch erstmals bei der UN-Vollversammlung in New York auftreten, und hat dort mit seiner Rede (siehe Infobox) für einen Eklat gesorgt. Unter anderem beschimpfte Gaddafi den Weltsicherheitsrat als "Terror-Rat".







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