23.01.2018 18:32 |

Tat war vorbereitet

U-Boot-Bauer folterte Journalistin vor ihrem Tod

Schockierende neue Details zum mysteriösen Todesfall auf einem dänischen U-Boot sind nun enthüllt worden: Der Erfinder und Mordverdächtige Peter Madsen soll die Journalistin Kim Wall vor ihrem Tod gefoltert haben. Die Anklageschrift wurde am Dienstag in Kopenhagen komplett veröffentlicht. Der 47-Jährige soll den Mord an seinem Opfer demnach geplant und vorbereitet haben.

In der Anklage wird der Verdacht weiter ausgeführt: Madsen habe unterschiedliches Werkzeug mit an Bord des U-Boots genommen, darunter eine Säge, Messer und spitze Schraubenzieher. Er habe die 30-jährige Schwedin an Kopf, Armen und Beinen gefesselt, sie geschlagen, auf ihren Unterleib eingestochen und sie dann getötet, schreiben die Ermittler.

Die Investigativjournalistin war am 10. August 2017 für eine Recherche mit Madsen an Bord der "Nautilus" gegangen. Später fand man ihre zerstückelte Leiche im Meer. Walls Eltern erklärten am Dienstag: "Wir wollen, dass Kim als die großartige Journalistin in Erinnerung bleibt, die sie war, nicht als ein Opfer." Sie haben ein Stipendium für junge Journalistinnen ausgeschrieben, die ähnlich recherchieren wie ihre Tochter.

Madsen bestreitet weiterhin Mord
Madsen bestreitet weiter, Wall ermordet zu haben. Auch Missbrauch weist er zurück. Der 47-Jährige spricht von einem Unfall an Bord des U-Boots, hat aber inzwischen zugegeben, die Leiche danach zersägt und über Bord geworfen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass es Mord war. Wie Madsen Wall genau umgebracht haben soll, kann sie nicht sagen. Möglicherweise habe er sie erdrosselt oder ihr die Kehle durchgeschnitten. Es wird daher lebenslange Haft oder Sicherungsverwahrung gefordert. Die Staatsanwaltschaft stuft Madsen als gefährlich ein. Der Prozess beginnt am 8. März in Kopenhagen, ein Urteil wird für den 25. April erwartet.

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