17.01.2018 08:58 |

Philippinen

Regierungskritischer Website droht Abschaltung

Einem der größten Nachrichtenportale der Philippinen, das als regierungskritisch gilt, droht die Abschaltung. Dem Portal Rappler wurde von der staatlichen Börsenaufsicht die Registrierung entzogen, weil es gegen Beschränkungen bezüglich Kapitals aus dem Ausland verstoßen haben soll.

Auf den Philippinen dürfen nur Firmen, die vollständig philippinischen Staatsbürgern gehören und von diesen geführt werden, in der Medienbranche tätig sein. Die Geschäftsführerin von Rappler, Maria Ressa, kritisierte die Entscheidung am Dienstag als politisch motiviert. Bereits zuvor hatte Rappler angekündigt, die Entscheidung anzufechten.

"Pressefreiheit nicht das Problem"
Präsident Rodrigo Duterte stritt eine Beteiligung an dem Vorfall ab. "Wir hatten nie unsere Hand im Spiel, und es ist mir scheißegal, ob sie weitermachen oder nicht", sagte Duterte während einer Rede in Manila. "In diesem Land ist die Pressefreiheit nicht das Problem."

Rappler ist nach eigenen Angaben die am drittmeisten genutzte Nachrichten-Website der Philippinen. Das Portal hat seit seiner Gründung im Jahr 2012 ausführlich über Dutertes Regierung und ihren harten Anti-Drogen-Kampf berichtet. Dem Feldzug sind seit Dutertes Amtsantritt Ende Juni 2016 bereits mehr als 3000 Menschen zum Opfer gefallen. Rappler beschrieb auch Fälle von offenbar ungerechtfertigten Tötungen.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 02. März 2021
Wetter Symbol