11.07.2009 09:31 |

Sensationsfund

Forscher stießen auf Bronzezeit-Siedlung

Im Ausseerland bahnt sich eine kleine archäologische Sensation an: In Pichl-Kainisch stießen Forscher auf die Überreste einer 3.000 Jahre alten Siedlung aus der Bronzezeit! Das Bundesdenkmalamt Graz wird die kostbaren Fundstücke jetzt wissenschaftlich untersuchen und genau datieren.
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Wer glaubt, in der Steiermark gebe es nichts mehr zu entdecken, irrt: Seit 15 Jahren führt die Archäologische Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt Ausgrabungen im Ausseerland durch. Dabei stoßen die Forscher immer wieder auf kostbare Relikte aus vergangenen Tagen. Jetzt hat man einen besonders dicken "Fisch" an Land gezogen.

Bronzestücke und Tierknochen freigelegt
Nach Aushubarbeiten für einen Teich entdeckten Archäologen in Pichl-Kainisch Überreste der 3.000 Jahre alten Siedlung. Eine kleine Sensation, bestätigt Maria Windholz-Konrad, Wissenschafterin des  Archäologieservices Krems und Bundesdenkmalamts Graz: "Wir haben diverse Bronzestücke freigelegt, darunter eine Gewandnadel - den Vorläufer der Fibel - und Reste von Fleischabfällen." Besonders interessant: Auch Knochen von Schweinen, Schafen und sogar Pferden - letztere waren noch gar nicht heimisch - wurden gefunden.

Jetzt untersuchen die Experten vom Denkmalamt das gesamte Material, danach wird es genau datiert. "Wir führen beispielsweise eine Pollenanalyse durch, die uns Hinweise auf die Vegetation von damals gibt", erklärt Windholz-Konrad.

von Jörg Schwaiger, Kronen Zeitung

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