27.03.2009 17:59 |

KAC leckt Wunden

Salzburg-Coach warnt vor "Alligator" KAC

Nach der bitteren 3:6-Heimniederlage am Donnerstag liegt der KAC in der Finalserie der Eishockey-Bundesliga gegen Salzburg mit 1:2 zurück. Wundenlecken ist bei den Rotjacken angesagt. Salzburg macht in der alles entscheidenden Finalphase - zumindest bisher - den fitteren Eindruck. Aus Sicht der Red Bulls ist das kein Zufall, sondern der Lohn schweißtreibender Arbeit. Den Spielbericht und die Bilder vom Spiel am Donnerstag findest du in der Infobox!

KAC-Trainer Emanuel Viveiros war nach der ersten Saison-Heimpleite gegen die Salzburger so enttäuscht, dass er nach Spielende Interviews verweigerte. Der 20-Jährige Raphael Herburger stand hingegen Rede und Antwort und meinte zur aktuellen Lage im Finale: "Salzburg spielt derzeit cleverer und besser als wir. Wir kassieren zu viele unnötige Strafen. Wir müssen uns besser beherrschen und wieder unser Spiel finden."

Die Verunsicherung bei den Klagenfurtern hat sich mittlerweile auch auf Goalie Travis Scott übertragen, der am Donnerstag nicht seinen besten Tag hatte. Doch Herburger ist sich sicher: "Er wird am Sonntag wieder zeigen, dass er der beste Goalie der Liga ist."

"Haben verdammt hart gearbeitet"
Ganz anders die Stimmung bei Salzburg. "Wir sind deshalb so frisch, weil wir verdammt hart gearbeitet haben", erklärte Trainer Pierre Page und fügte hinzu: "Wir trainieren so hart, sodass viele Spieler nicht nach Salzburg kommen wollen, die sagen, dass wir verrückt sind."

Jene Kritiker, die behauptet hatten, Salzburg sei nicht hungrig genug, schweigen nun. Page: "Es zählt nicht was man sagt, sondern was man tut." Nach fast 40 Jahren im Eishockey-Trainergeschäft ist Page aber erfahren genug, um zu wissen, dass noch nichts entschieden ist.

Warnung vor "Gefährlichen Alligator" KAC
Den KAC verglich Page mit einem "gefährlichen Alligator" und verwies darauf, dass die Klagenfurter nicht zuletzt aufgrund ihres heurigen 100-Jahr-Jubiläums noch einmal alles aus sich herauskitzeln werden. "Jedes Play-off-Spiel ist eine ganz eigene Geschichte", erklärte Page, der bis zum vierten Spiel am Sonntag in Salzburg (18.00 Uhr) für seine Burschen die Devise "essen, schlafen, erholen, vorbereiten" ausgab.

Ex-Klagenfurter Koch: "Zwingen Gegner zu Fehlern"
Auch Salzburg-Stürmer Martin Mairitsch hob die körperlichen Vorzüge der "Bullen" hervor. "Um dieses brutal schnelle Eishockey zu spielen, haben wir vergangenen Sommer sehr hart trainiert. Wir haben das damals nicht gerne gemacht, aber jetzt sehen wir, dass es sich ausgezahlt hat." Kapitän Thomas Koch, ein gebürtiger Klagenfurter, sprach von aktivem Eishockey und extremem Forechecking, "dadurch zwingen wir den Gegner zu Fehlern".

Den Spielbericht und die Bilder vom Spiel am Donnerstag findest du in der Infobox!

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