Di, 21. August 2018

Eishockey-Play-off

23.02.2009 15:47

Noch keine Vorentscheidungen im Viertelfinale

Am dritten Spieltag des Viertelfinal-Play-offs der österreichischen Eishockey-Liga sind am Sonntag keine Vorentscheidungen gefallen. Der VSV kam vor eigenem Publikum gegen die Black Wings Linz zu einem 5:2-Heimsieg, verkürzte damit in der "Best of seven"-Serie auf 1:2 und wahrt seine Aufstiegschancen. Der KAC (5:2 in Klagenfurt gegen Innsbruck), die Vienna Capitals (3:2 daheim gegen die Graz 99ers) und Titelverteidiger Red Bull Salzburg (9:1 daheim gegen Jesenice) gingen mit 2:1 in Führung. Die nächsten Partien stehen mit geändertem Heimrecht am Dienstag (alle 19.15 Uhr) auf dem Programm.

VSV - Black Wings Linz 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)
Die Kärntner starteten vor 4.200 Zuschauern furios und lagen nach viereinhalb Minuten mit 2:0 voran. Routinier Günther Lanzinger nach 23 Sekunden und Youngster Andreas Kristler (5.) hatten getroffen. Ein Patzer des wiedergenesenen Rob Sandrock in Überzahl ermöglichte den Linzern einen Konter, den Pat Leahy (8./20. Saisontor) erfolgreich zum 1:2 abschloss. Danach machten die Kärntner ohne durchschlagenden Erfolg das Spiel, die Gäste blieben aus Gegenstößen stets gefährlich.

Wie zum Spielbeginn kam der VSV auch zu Anfang des Mitteldrittels mit mehr Schwung aus der Kabine. Jonathan Ferland stellte eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn aus einem Gestocher den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Der neuerliche Anschlusstreffer der Oberösterreicher nach einigen Großchancen der Kärntner fiel, wie schon das erste Tor, in Unterzahl. Brad Purdie (29.) nutzte eine kollektive Unachtsamkeit der Villacher Hintermannschaft und hielt die Partie damit weiter offen.

Auch im Schlussdrittel waren es abermals die Gastgeber, die erstmals jubeln durften. Nico Toff (45.) sorgte für das 4:2. Die Linzer vermochten danach nicht mehr zuzusetzen. In der 52. Minute war es schließlich in Überzahl Sandrock, der für die Entscheidung sorgte.

KAC - Innsbruck 5:2 (1:0, 2:0, 2:2)
Brandner brachte die Gastgeber in der 10. Minute mit einem Powerplay-Treffer in Führung und stellte in der 24. Minute ebenfalls in Überzahl auf 2:0. Spätestens mit dem 3:0 durch Reichel (40.) war die Partie gelaufen. Im Schlussabschnitt erhöhten Tory (48./PP) und Ratz (52./PP) auf 5:0, Ofner (54.) und Vogl (60.) gelang nur noch Resultatskosmetik.

Der powerplaystarke KAC gewann damit 26 seiner 29 Saison-Heimspiele, für die "Haie" hingegen setzte es in der 29. Auswärts-Partie dieses Spieljahres die 22. Niederlage, womit die Innsbrucker schon seit dem 12. November 2006 auf einen Sieg in Klagenfurt warten müssen.

Vienna Capitals - Graz 99ers 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)
Nach 22 Minuten sahen die Caps, für die es mit dem anvisierten Ausbau der Albert-Schultz-Halle sowie dem Verbleib von Präsident Hans Schmid zuletzt positive Nachrichten gegeben hatte, wie der sichere Sieger aus. Tropper (4.), Teppert (12.) und Altmann (22.) brachten die Hausherren vor ausverkauftem Haus auch entsprechend dem Spielverlauf mit 3:0 voran. Zu diesem Zeitpunkt bewahrten die Steirer einzig Keeper Grumet-Morris sowie mangelnde Chancenauswertung der Wiener vor einem Debakel.

Während sich die 99ers trotz der scheinbar aussichtslosen Lage aber gegen die Niederlage stemmten, ließen die Capitals mit der klaren Führung im Rücken die Zügel schleifen. Day (24.) und Iob (27.) brachten die plötzlich groß aufspielenden Gäste innerhalb von dreieinhalb Minuten auf 2:3 heran, Motherwell traf kurz vor der Drittelpause nur Metall. Bezeichnenderweise nahm Caps-Trainer Kevin Gaudet in der 33. Minute ein Time-out, um sein Team - allerdings mit wenig Erfolg - aufzuwecken.

Auch im Schlussabschnitt blieben die 99ers das aktivere Team. Die Capitals verlagerten sich darauf, das Resultat schließlich mit Erfolg über die Zeit zu bringen. Das Resultat entsprach damit dem Saisonverlauf: Bisher gingen die Steirer in der Bundeshauptstadt immer als Verlierer vom Eis.

Red Bull Salzburg - Jesenice 9:1 (3:0, 4:1, 2:0)
Ohne ihren verletzten Stammgoalie Matthew Yeats, der sich am Donnerstag am rechten Knie verletzt hatte und am Freitag am Meniskus operiert wurde, standen die Gäste von Beginn an auf verlorenem Posten. Die Salzburger, die bereits nach 39 Sekunden durch Pewal einen Stangenschuss verzeichneten, gingen durch Jeremy Rebek (1./PP) verdient in Führung. Mit dem 2:0 nach 132 Sekunden durch Thomas Koch war bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen.

Danach ging es Schlag auf Schlag, bis zum Ende des zweiten Drittels erhöhten Darryl Bootland (12/SH), Manuel Latusa (25.), Matthias Trattnig (34./PP), Oskars Cibulskis (36.) sowie Marco Pewal (36.) auf 7:1. Tomaz Razingar (34./SH) war zwischenzeitlich der Ehrentreffer zum 1:4 für die Slowenen geglückt.

Im Schlussabschnitt ließen Pewal (43./PP) und Latusa (44./PP) jeweils mit ihren zweiten Treffern den Sieg noch höher ausfallen. "Es ist super, dass wir gewonnen haben und schön, so einen Abend erlebt zu haben. Im Endeffekt ist es aber egal, ob wir 9:1 oder nur 1:0 gewinnen", sagte Salzburgs Daniel Welser. Die "Bullen" hatten das erste Heimspiel der Serie mit 3:2 nach Verlängerung für sich entschieden, allerdings in Jesenice glatt mit 2:6 verloren.

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