Mo, 23. Juli 2018

Gut abgesichert

23.02.2009 17:39

So viel Versicherung braucht dein Kind

Versicherungen sind üblicherweise etwas, was im Erwachsenenalter angedacht wird, um sich vor Alltagsrisiken zu schützen. Aber auch Kinder brauchen wirksamen Versicherungsschutz, um gegen die Gefahren des täglichen Lebens gewappnet zu sein. Schließlich sind gerade Kinder oft in Vorfälle verwickelt, bei denen Schäden für sie selbst oder andere entstehen. Wie du dein Kind dagegen am besten absicherst, das erfährst du hier.
Ganz generell gibt es zwei Sparten, in denen Kinder unbedingt versichert sein sollten. Das eine ist die Sparte der Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung deckt Schäden, die Dritten durch Verschulden deines Kindes entstanden sind, bzw. wehrt ungerechtfertigte Ansprüche ab. Läuft dein Kind einem Autofahrer vor die Motorhaube, der daraufhin beim Ausweichmanöver in einen Baum fährt, dann leistet die Haftpflichtversicherung. Die andere Sparte ist jene der Unfallversicherung. Denn Kinder haben in ihrer Freizeit keinen gesetzlichen Versicherungsschutz. Bei Beginn der Schulzeit sind Kinder während der Schulbesuchszeit sowie am direkten Weg von und zur Schule versichert, in der Freizeit besteht jedoch auch dann kein Schutz. Es sind zwar die Behandlungskosten durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt, allerdings gibt es bei dauernden Schädigungen keine Leistung. Bevor du allerdings für dein Kind eine neue Versicherung abschließt, solltest du prüfen, in wie weit dein Kind in bestehenden Verträgen bereits erfasst ist.


Die private Haftpflichtversicherung

Oft ist dein Kind im Rahmen der Haushaltsversicherung mitversichert. Bei den meisten Tarifen sind Kinder bis zum 25. Lebensjahr automatisch mitversichert, solange sie im gleichen Haushalt leben, und noch kein eigenes Einkommen haben. Sollte das nicht so sein, dann ist es sinnvoll, eine eigenständige Privathaftpflichtversicherung abzuschließen. Denn es treten immer wieder Situationen auf, in denen dein Kind unbeabsichtigt einen Schaden verursacht - schließlich können Kinder viele Situationen noch nicht richtig abschätzen, und rechnen nicht mit Konsequenzen. Nachdem du als Elternteil jedoch für dein Kind haftest, bleibt die Begleichung des Schadens ohne Versicherungsschutz an dir hängen. Die Haftpflichtversicherung kostet in der Regel zwischen drei und sieben Euro pro Monat, ist aber im Fall des Falles Gold wert. Achte bei Abschluss einer Zusatzversicherung auf eine sogenannte erweiterte Privathaftpflicht, die auch Schäden gegenüber Verwandten deckt.


Die private Unfallversicherung

Gerade Kinder sind besonders gefährdet, in der Freizeit einen Unfall zu erleiden. Ergibt sich aus diesem Unfall eine bleibende Beeinträchtigung, dann erfolgt aus der gesetzlichen Versicherung keine Leistung. Eine private Unfallversicherung leistet je nach Grad der dauerhaften Beeinträchtigung eine Einmalzahlung, sowie oft auch einen monatlichen Betrag zur Deckung der laufenden Kosten. Gängig sind heute auch Tarife mit so genannten Knochenbruchpauschalen, bei dem ein Schmerzensgeld bei Knochenbruch in der Größenordnung von ca. 200 bis 500 Euro ausbezahlt wird. Weiters werden auch Behandlungs- und Nottransportkosten übernommen, sowie Kosten zur Rehabilitation. Bei Unfalltod wird bis zur Deckung der Begräbniskosten geleistet. Hast du eine bestehende Familienunfallversicherung, dann achte darauf, ob für alle Familienmitglieder 100 Prozent Leistung besteht, oder ob Kinder nur mit 50 Prozent erfasst sind.


Nützliche Zusatzversicherungen

Eine private Krankenzusatzversicherung kann für Kinder ebenfalls sinnvoll sein, wenn Spitals- oder Arztkosten zu bezahlen sind. Für Kinder sind diese Versicherungen meist noch recht erschwinglich. Zusätzlicher Vorteil: Dein Kind sichert sich eine günstige Prämie, die auch im Erwachsenenalter nur unwesentlich steigt. Weiters ist eine Versicherung als Ansparvariante gut geeignet, sofern diese für dich als Elternteil eine Ausfallsversicherung beinhaltet. Das heißt, wenn dir als Prämienzahler etwas passiert, dann übernimmt die Versicherung bis zum Ende der Laufzeit die Prämienzahlungen, damit das gewünschte Ergebnis deinem Kind auf jeden Fall zur Verfügung steht.

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