Fr, 17. August 2018

Nach Wahl-Pleite

18.02.2009 07:52

Italiens Oppositionschef Veltroni zurückgetreten

Der italienische Oppositionschef Walter Veltroni ist am Dienstag zurückgetreten. Obwohl das Parteigremium ihn zum Verbleib aufgefordert hatte, reichte Veltroni seine Demission ein. Er zog somit die Konsequenzen aus der schweren Niederlage seiner Mitte-links-Partei PD bei den Regionalwahlen auf Sardinien am Sonntag und Montag.

Der Kandidat der PD und scheidende Präsident der Insel, Renato Soru, hatte bei den Wahlen eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Als Wahlsieger setzte sich mit 52 Prozent der Stimmen der von Regierungschef Silvio Berlusconi unterstützte Kandidat, Ugo Cappellacci, durch. Soru erhielt lediglich 42 Prozent.

"Es ist besser, wenn ich gehe"
"Ich bin ein Problem für die Partei geworden. Es ist besser, wenn ich gehe", sagte Veltroni, der in den vergangenen Monaten intern arg unter Beschuss geraten ist. Nach der Gründung der PD, die im Jänner 2008 aus der Demokratischen Linken und der Zentrumsbewegung Margherita entstanden war, hatte die Partei eine schwere Niederlage bei den Parlamentswahlen erlitten, die Berlusconi gewonnen hatte. Das Ansehen der stärksten Oppositionspartei war zuletzt wegen der Verwicklung von PD-Lokalpolitikern in Korruptionsskandale schwer angekratzt worden.

Auch bei den Regionalwahlen in der mittelitalienischen Region Abruzzen hatte die PD kürzlich eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Veltronis Partei verliert laut Umfragen an Stimmen zugunsten der aggressiveren Oppositionskraft "Italien der Werte" um den Ex-Starstaatswanwalt Antonio Di Pietro, der eine scharfe Kampagne gegen Berlusconi führt.

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