Keiner wollte ihn

Schwerverletzter von 14 Spitälern abgewiesen

Ausland
04.02.2009 16:50
Ein 69-jähriger Japaner ist nach einem Unfall von 14 Krankenhäusern abgewiesen worden und seinen Verletzungen erlegen. Der Radfahrer kollidierte in der Stadt Itami im Westen des Landes mit einem Motorrad erlitt schwere Kopf- und Rückenverletzungen. Sein Zustand war zunächst stabil, verschlechterte sich jedoch rapide. Er verblutete schließlich etwa eineinhalb Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus.

Der Verletzte hatte zunächst im Krankenwagen am Unfallort gewartet, während die Einsatzkräfte bei den Spitälern anfragten. Diese lehnten den Patienten jedoch ab und erklärten, sie verfügten nicht über ausreichend Spezialisten, Ausrüstung, Betten oder Pflegepersonal. 

Fall nichts ungewöhnliches
In Japan ist das offenbar nichts ungewöhnliches:Auch der verletzte Motorradfahrer wurde von zwei Krankenhäusern abgelehnt, bevor er schließlich zur Behandlung eingeliefert werden konnte.

2007 wurden in Japan mehr als 14.000 Notfallpatienten mindestens drei Mal von Krankenhäusern abgewiesen, bevor sie behandelt wurden. Im wohl schlimmsten Fall wurde in Tokio eine mehr als 70 Jahre alte Frau mit Atemproblemen 49 Mal abgelehnt.

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