Di, 14. August 2018

Hochentzündlich

04.02.2009 14:08

"Da wäre hier alles in die Luft geflogen"

Mit glühenden Bremsen, qualmenden Reifen und 15 Tonnen hochentzündlicher Ladung war ein Gefahrengut-Lkw quer durch die Stadt unterwegs. Riesenglück: Die rollende Bombe wurde auf der Tangente von einer Zivilstreife entdeckt und gestoppt. "Das hätte eine Katastrophe gegeben", sind die Beamten überzeugt.

Bezirksinspektor Michael Helmreich und sein Kollege im Zivilstreifenfahrzeug trauten ihren Augen nicht, als sie den rauchenden "Ostbomber" auf der Südosttangente stoppten: Die Bremsbeläge hatten sich in den rot glühenden Radtrommeln festgefressen, und auch von den Reifen stieg bereits dichter Qualm auf. "Wenig später wäre der bulgarische Lastwagenzug zweifellos zum Feuerball geworden", sagen die Polizisten. Denn die Ladung bestand aus 44 Paletten mit insgesamt 15 Tonnen Parfüms und Spraydosen.

Bulgare wollte unbedingt Heimat erreichen
"Da wäre hier alles in die Luft geflogen", so Bezirksinspektor Helmreich. Unfassbar, wie der 63-jährige bulgarische Lenker sich für die Wahnsinnsfahrt verantwortete: Er habe von den total kaputten Bremsen gewusst, wollte aber noch unbedingt die Heimat erreichen. Deshalb sei er auch immer wieder stehen geblieben, um Reifen, Bremsen und Radlager abkühlen zu lassen.

Erst dann sei er weitergefahren. Dass er sich und viele andere Menschen in Gefahr brachte, war dem Mann ganz offensichtlich nicht bewusst. Der Lkw wurde aus dem Verkehr gezogen, Anzeige folgt.

Von Peter Strasser, Kronen Zeitung

Symbolfoto

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