Fr, 17. August 2018

Echt oder gestellt?

02.09.2008 08:05

Martialischer "Held" Putin rettet Reporter vor Tiger

Da sage noch einer, Wladimir Putin hätte nichts für Reporter übrig - und für imagegerechte Inszenierungen! Bei einem Besuch in einem sibirischen Nationalpark hat der russische Premierminister und ehemalige Präsident ein ihn begleitendes Fernsehteam angeblich vor der Attacke eines Tigers "gerettet". Martialisch mit Gewehr und Zielfernrohr sowie in bewährter Macho-Pose präsentierte sich der 55-Jährige - inklusive betäubtem Tiger - den Kameras. Die Story kommt Moskau gerade recht. Die russischen Berichte vor dem EU-Gipfel, bei dem die europäischen Staaten über die Kaukasus-Krise berieten (siehe Bericht in der Infobox), ziert fast ausschließlich der "Tiger-Putin".

Anlass der Reise nach Sibirien war (offiziell) der Besuch bei Wissenschaftlern, die sich mit den gefährdeten Tieren beschäftigen. Als sich das Fernsehteam um den ehemaligen Kreml-Chef und einige Wildhüter einer Falle näherten, in der ein Sibirischer Tiger gefangen war, gelang es dem Tier überraschend, sich zu befreien.

Laut dem russischen TV-Sender "Rossija" hat Putin den auf das TV-Team zulaufenden Tiger sofort ins Visier seines Betäubungsgewehres genommen und mit einem "gezielten Schuss zu Boden gestreckt". Nach seiner beherzten Tat küsste Putin das Raubtier und sagte ihm "Auf Wiedersehen".

Putins Hand am Maul des Tigers
Alleine mit der Rettung der Reporter ließ es Putin übrigens nicht bewenden: Anschließend half er beteiligten Wissenschaftlern noch dabei, einen Sender am Hals des Tigers zu befestigen, um die Lebensgewohnheiten des Tieres genauer erkunden zu können. Auch ließ er es sich nicht nehmen, die Länge des Schneidezahns im Maul des Tigers höchstpersönlich zu vermessen.

Die Fotos von Putins "Tigerjagd" gibt's in der Infobox!

Ob und inwiefern die "Rettung" arrangiert war oder nicht, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Putin hat sich in der Vergangenheit schon des Öfteren als knallharter Naturbursche inszeniert. In Russland war die Meldung jedenfalls die "Topstory" vom Sonntag.

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