Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.09.2017 - 15:13
Foto: stock.adobe.com, krone.at-Grafik

An Wochenenden lauert in unseren Spitälern der Tod

08.09.2017, 16:50

Es geht um Leben und Tod. Immer, wenn Intensivpatienten in Spitäler eingeliefert werden. Eine neue Studie sorgt jetzt für jede Menge Zündstoff: Dieser zufolge lauert der Tod bei Notfällen am häufigsten an den Wochenenden. Begründet wird das Phänomen mit "Ärztemangel" bzw. "fehlenden Ressourcen".

Das Resümee des Notfallmediziners Paul Zajic von der Medizinischen Universität Graz klingt vernichtend: Schwere Verletzungen jeglicher Art sollten unter der Woche auftreten - am Wochenende könnten sie nämlich mit dem Tod enden. Das zumindest ist das Resultat der im Online- Fachjournal "Critical Care" veröffentlichten Studie über 147.000 Patienten, die zwischen 2012 und 2015 auf 119 heimischen Intensivstationen behandelt wurden.

Die Quintessenz: Am Wochenende lauert der Tod. 14.000 Menschen starben auf der Intensivstation - acht Prozent von ihnen waren Patienten, die während der Woche eingeliefert wurden, 13 Prozent erlagen an Samstagen und Sonntagen ihrem Leiden.

Foto: stock.adobe.com

Personalmangel erhöht Sterberisiko

Auszug aus der Studie: "Das höhere Sterberisiko nach Eingriffen am Wochenende könnte am Fehlen von erfahrenen Mitarbeitern oder an zu wenigen Ressourcen liegen." Besonders brisant: Samstags und sonntags gebe es in Österreich deutlich weniger Operationstermine - doch deren Ausgang war laut Studie häufiger tödlich als bei jenen während der Woche.

Studienautor Paul Zajic fordert jetzt eine massive Spitalsreform in Österreich und auch in kleineren Krankenhäusern in Deutschland. "Equipment, Expertise und Mitarbeiter müssen an jedem Tag der Woche in derselben Quantität und Qualität zur Verfügung stehen", so der Mediziner.

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der #Netiquette# widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum