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26.02.2017 - 00:29
Foto: AP, AFP/LOIC VENANCE, AP/Mikhail Klimentyev / Video: Ruptly.TV, krone.tv

Juncker: Obama hat Russland schwer unterschätzt

28.11.2016, 08:10

Jean- Claude Juncker wirft dem scheidenden US- Präsidenten Barack Obama vor, Russlands Position in der Welt schwer unterschätzt zu haben. "Russland ist keineswegs nur eine 'Regionalmacht', wie Präsident Obama sagte", so der EU- Kommissionspräsident. "Das ist eine große Fehleinschätzung."

"Ich möchte, dass wir mit Russland ein umfassendes Einvernehmen haben", so Juncker im Interview mit Euronews. Es gebe in Europa keine "Sicherheitsarchitektur ohne Russland - das muss man wissen". Man müsse Russland "als großes Ganzes und als stolze Nation behandeln" und "auf Augenhöhe" mit dem Land reden. Denn es sei "keineswegs nur eine 'Regionalmacht''. Obama habe sich da schwer verschätzt.

Foto: AP, AFP/LOIC VENANCE, AP/Mikhail Klimentyev
Russlands Präsident Wladimir Putin, US-Präsident Barack Obama
Foto: EPA (Archivbild)

Die EU erstrecke sich über ein Gebiet von 5,5 Millionen Quadratkilometern und Russland schließlich über 17,5 Millionen. "Man muss viel über die Weiten des Landes wissen, die wir derzeit vollkommen ignorieren", so Juncker. Allerdings sehe auch er "derzeit kein Argument, das für die sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen Russland spricht".

Trump mit besserem Verhältnis zu Russland als Obama?

Es wird erwartet, dass der künftige US- Präsident Donald Trump, der Mitte Jänner ins Weiße Haus einziehen wird, ein besseres Verhältnis als sein Vorgänger zu Russland schaffen will. Auch die Moskauer Führung setzt auf diese Aussicht. "Derzeit lässt das Niveau der bilateralen Beziehungen zu wünschen übrig, es ist an diesen Beziehungen kaum noch etwas zu verderben, sie sind am Boden", hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau gesagt. Es sei wichtig, dass sich die Beziehungen "wieder normalisieren".

Donald Trump, Jean-Claude Juncker
Foto: Bundesheer/Hartl, AP/Matt Rourke, APA/AFP/FREDERICK FLORIN

Juncker: "Die USA werden das tun, was die USA tun wollen"

Juncker sieht diese Aussagen gelassen: "Wir sind nicht von außenpolitischen Entscheidungen der USA abhängig. Die USA werden das tun, was die USA tun wollen. Die Europäer haben ihre eigenen Interessen und eigene Bereiche, mit denen sie umgehen müssen." Man werde sehen, aber er sei zuversichtlich: "Die Beziehungen zwischen den beiden Größen USA und Europa werden überleben."

28.11.2016, 08:10
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