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30.04.2017 - 07:30
Foto: APA/BARBARA GINDL, krone.tv / Video: krone.at

krone.at fragt nach: Sind die Grünen wählbar?

31.03.2017, 15:48

Nach der Eskalation innerhalb der Öko- Partei, die mit dem Rauswurf der Jungen Grünen am Donnerstag ihren Höhepunkt fand, hat sich krone.at umgehört und gefragt: Sind die Grünen wählbar? Der breite Tenor: Die Zufriedenheit mit der Bundespartei ist rückläufig, hinzukommt Empörung über die Kritikunfähigkeit. Die Grünen seien mittlerweile "zu einer Sprachpolizei verkommen", so ein Passant (siehe Video).

Foto: APA/BARBARA GINDL, krone.tv

"Wenn die Alten die Jungen raushauen, nur weil sie eine andere Vorstellung haben, ist das kein guter Wurf", so eine junge Frau gegenüber krone.at. Ein anderer Passant nimmt sich kein Blatt vor den Mund und fragt in Richtung Parteiobfrau Eva Glawischnig: "Seid's ihr verrückt - g'rad als Grüne?" Man müsse sich doch kritisieren lassen können.

Grünen-Obfrau Eva Glawischnig (li.), Junge-Grüne-Chefin Flora Petrik
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER, APA/HELMUT FOHRINGER

"Die Grünen sind zu einer Sprachpolizei verkommen"

Auch die Folgen sind bereits spürbar. Viele Befragte überlegen offenbar, ihre Stimme in Zukunft nicht mehr den Bundes- Grünen zu geben. Es sei ja an den Jungen, darüber zu entscheiden, was in Zukunft passiert, stellte eine Befragte fest. Eine andere stellte zudem fest, dass das Engagement der Grünen auch in punkto Umweltthemen ihrer Meinung nach nachgelassen habe. "Ich bin nicht so zufrieden", schloss die Frau. Ein weiterer Passant stellte fest: "Die Grünen sind zu einer Sprachpolizei mit Wellness- Anstrich verkommen."

Grüne wollen neue junge Plattform aufbauen

Nach dem Rauswurf der Jungen Grünen durch die Bundesorganisation  am Donnerstag ist nun bei der Öko- Partei Feuer am Dach. Auch ein abendliches "Abschiedsgespräch" mit der Chefin der Jungen Grünen, Flora Petrik - sie hatte in der Vorwoche Glawischnigs Rücktritt gefordert, sich danach aber dafür entschuldigt -, brachte "keine Änderungen", hieß es.

Video: Grün- Rebellin nimmt Rücktrittsaufforderung an Glawischnig zurück

Video: APA

Grünen- Bundesgeschäftsführer Robert Luschnik erklärte: "Die Grundvoraussetzung für eine weitere Zusammenarbeit der Jungen Grünen mit der Partei wird nicht erfüllt." Nun werde man sich bemühen, eine Plattform für engagierte junge Menschen aufzubauen. "Viele melden sich jetzt bei uns, denen machen wir ein Angebot."

Robert Luschnik
Foto: APA/GRÜNE

"Demokratie predigen und Diktatur leben!"

Auch in den sozialen Netzwerken wird heftig über die Querelen diskutiert. Vor allem Parteichefin Glawischnig kriegt ihr Fett ab. Viele sehen die Grünen jetzt am absteigenden Ast. Viele krone.at- User sehen die Schuld an den grünen Streitereien bei Parteichefin Glawischnig. "Gell Glavi, Macht, Gier, Inkompetenz gepaart mit Ignoranz! Das kostet den Grünen ihre Partei!", meint etwa seastar. Papillon01 erklärt: "Ja so ist sie, die Glawischnig! Widerspruch, Kritik verträgt sie nicht!" Und junggeselle schreibt: "Eva, es ist Zeit, dass du gehst. Wenn bei den Grünen nur die Meinung der Chefin gilt, ist ein Wechsel höchste Zeit." Mindspace ergänzt: "Demokratie predigen und Diktatur leben! Grün eben!"

Eva Glawischnig
Foto: APA/Barbara Gindl

"Die Grünen haben ihr letztes Pulver verschossen"

Zahlreiche Beobachter sehen die Grünen jetzt am absteigenden Ast: "So, nun haben auch die Grünen endgültig ihr letztes Pulver verschossen. Von nun an geht's wesentlich rasanter bergab", schreibt User Holzzerkleinerer. KarlKarli meint: "Ein weiterer Skandal für die Grünen!!! Schön, der Untergang naht ..." Und austrialady fordert: "Die Grünen gehören abgewählt - raus aus dem Parlament."

Aktivitäten gegen GRAS "nicht akzeptabel"

Für Verstimmung zwischen der Bundespartei und den Jungen Grünen gesorgt hatte nicht nur deren Kritik an Glawischnig, sondern auch die Ankündigung Petriks, man werde bei der ÖH- Wahl in Graz und Linz weiterhin die Grünen Studierenden und nicht die GRAS unterstützen. Bundesgeschäftsführer Luschnik stellte daraufhin klar, es gebe mit der GRAS eine einzige grüne Studierendenorganisation, die die volle Unterstützung der gesamten Partei habe. Eine Unterstützung von Gegenkandidaturen könne unter keinen Umständen akzeptiert werden.

Redaktion
krone.at
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