Bundesheer: 79% der Österreicher für Reformen

20.12.2012, 17:18
Bundesheer: 79% der Österreicher für Reformen (Bild: APA/BARBARA GINDL)
Foto: APA/BARBARA GINDL
Dieses Umfrage- Ergebnis ist eindeutig: 79 Prozent der Österreicher wollen, dass sich beim Bundesheer jetzt etwas ändert, eine Reform sei überfällig. Die exklusiv für die "Krone" erstellte IMAS- Studie zeigt auch: 69% der Bürger sind an der Bundesheer- Diskussion interessiert, 45% wollen auch an der Befragung am 20. Jänner teilnehmen.

Leerläufe und Langeweile, sinnlose Tätigkeiten als "Sytemerhalter" oder Schikanen gegen junge Wehrpflichtige: Die neue IMAS- Studie (Sample: 1.025) beweist, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung eine Modernisierung des bestehenden alten Wehrpflichtsystems wünscht. Auffallendes Detail bei der Umfrage: Grün- Wähler und ÖVP- Sympathisanten (je 84%) fordern am stärksten eine umfassende Reform des Bundesheeres.

Heeresministerium: "Hochrangige Generäle für Profi- Heer"

Dazu eine interessante Aussage aus dem Verteidigungsministerium: "Viele hochrangige Generäle wollen am 20. Jänner genau deshalb für das neue Profi- Heer und gegen die Wehrpflicht stimmen - sie sind für gute, sehr nötige Reformen. Sie wissen, dass sich im alten verkrusteten System ohnehin nichts zum Besseren ändern kann." Mit einem neuen Freiwilligenheer könnten die tatsächlichen Aufgaben des Bundesheres auch wesentlich besser erfüllt werden.

Dennoch ist laut IMAS derzeit noch immer eine Mehrheit (55 Prozent) für das Festhalten an der Wehrpflicht. 31 Prozent sprachen sich in der Umfrage für ein neues Freiwilligen- Heer aus. Zwölf Prozent sind derzeit noch unentschlossen.

SPÖ hat Mobilisierungsproblem

Speziell die SPÖ scheint bei der Frage noch immer ein Mobilisierungsproblem zu haben. Das wird in der SPÖ- Zentrale in der Löwelstraße - natürlich nur inoffiziell - bestätigt: "Bedauerlich, dass einige Parteifreunde am Abend des Volksbefragungstages lieber Strache und Spindelegger strahlen sehen wollen, als für eine sinnvolle Modernisierung zu stimmen."

Richard Schmitt und Peter Gnam, Kronen Zeitung/red
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