Der 27- Jährige aus Neukirchen am Walde besuchte mit einer Reisegruppe ein Badezentrum in Feldkirchen. Am Nachmittag schwamm er alleine zu einer rund 30 Meter vom Ufer entfernten Plattform. Danach wurde er nicht mehr gesehen. Seine Freunde alarmierten die Wasserrettung. Taucher machten sich auf die Suche nach dem Vermissten. Am Abend fanden sie die Leiche des Mannes unterhalb der Plattform in etwa fünf Metern Tiefe. Reanimationsversuche blieben erfolglos.
Glimpflicher ging dagegen ein Tauchunfall von zwei Wienern (43 und 48) in 30 Metern Tiefe im Attersee aus. An Land bei mehr als 30 Grad Hitze im Schatten kaum vorstellbar – aber einem der Taucher vereiste unter Wasser beim "Kohlbauernaufsatz" sein Lungenautomat, wodurch der Mann nicht mehr atmen konnte. Der Notaufstieg aus 30 Metern war dann offenbar zu schnell und die Taucher schlugen am Ufer selbst Alarm. Sie wurden zur Sicherheit ins Spital gebracht, es besteht aber keine Lebensgefahr.
Das ist leider bei einem 16- Jährigen aus Attnang- Puchheim noch nicht der Fall. Der Zustand des Burschen ist weiterhin kritisch, nachdem er am Ufer der Ager eine Stunde lang reanimiert werden musste. Im Hochwasser führenden Fluss hatte er sich mit seinem Freund (15) über ein Wehr treiben lassen und war im Sog unter Wasser gezogen worden.
Der Strudel spuckte das Duo zwar wieder aus, aber der ältere Bursche war leblos, wurde von Freunden aus dem Wasser geholt und musste wiederbelebt werden.
In Unterach endete ein Badeunfall tödlich. Ein Urlauber- Paar (77 und 78 Jahre alt) war im Attersee schwimmen, als der Pensionist versank. Taucher bargen die Leiche.
Wiederbelebt wurde dagegen ein 76- Jähriger aus Puchenau, der im Badesee 2 in Feldkirchen an der Donau untergegangen war. "Es war eine perfekte Rettungskette und engagierte Ersthelfer waren vor Ort", so Adolf Buchgeher von der Wasserrettung. Das Opfer liegt bei den Barmherzigen Brüdern in Linz auf der Intensivstation – Zustand kritisch.
Sonntag dann der nächste Badeunfall: Beim Traunfall in Roitham hatte sich eine Wienerin (29) das Bein gebrochen und saß auf einer Insel fest. Ein Rettungshelikopter barg die Verletzte per Tau (Bild).
Einige Sucheinsätze lösten sich zum Glück in Luft auf. So tauchten am Pleschingersee in Steyregg ein vermisster Neunjähriger und am Attersee ein abgängiger Schwimmer (32) nach einer Weile heil an Land wieder auf.
von Kronen Zeitung und ooe.krone.at