Di, 12. Dezember 2017

Nach Tod von Dealer

04.12.2017 16:48

Eskalation bei Afrikaner-Protest in Paris

Der Pariser Nordbahnhof ist am Wochenende Schauplatz eines Zusammenstoßes zwischen Polizisten und aus Afrika stammenden Protestierenden geworden, die sich anlässlich des Todes eines mutmaßlichen Drogendealers versammelt hatten. Massar D. war vor einem Monat bei einem Polizeieinsatz gestorben. Protestierende hegen den Verdacht, dass die Polizei selbst seinen Tod verursacht hatte.

"Gerechtigkeit" forderten einige Dutzend Demonstranten, die sich am Sonntag bei ihrem Protest im Pariser Bahnhof Gare du Nord zahlreichen Polizisten entgegenstellten. Die Beamten wussten sich schließlich nur noch mit Pfefferspray zu helfen und drängten die Demonstranten aus dem Gebäude. Grund für den Aufruhr: Massar D. starb im Spital, nachdem er bei einer Festnahme am Gare du Nord am 9. November einen Herzstillstand erlitten hatte.

Plötzlich 30 Beutel mit Drogen ausgespuckt
Massar D., ein junger Spanier kamerunischer Herkunft, war laut Medienberichten ins Visier der Polizei geraten, als er Drogen verkaufte. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd soll er sich plötzlich unwohl gefühlt haben, kurz darauf spuckte er "30 Säckchen Crack" aus, die er zuvor geschluckt hatte, um sie zu verstecken. Als die Rettungsdienste ankamen - sie holten zwei weitere Beutel Crack aus seinem Magen -, diagnostizierten sie einen Herzstillstand.

Die Aktivisten gaben der Polizei die Schuld an dem plötzlichen Tod des Mannes. Sie warfen den Einsatzkräften bei der Demonstration vor, den Herzstillstand verursacht zu haben, weil sie auf seinen Brustkorb einen "starken Druck" ausgeübt hätten, um ihn zum Spucken zu bringen.

Sorge um "Wahrheit und Gerechtigkeit"
"Es ist nicht unser Ziel, die Polizei zu beschuldigen, aber ihnen mitzuteilen, dass wir keinen Grund haben, ihnen zu glauben. Jedes Mal, wenn sie einen von uns töten, sterben wir in ihren Händen und sind gezwungen, uns um Wahrheit und Gerechtigkeit zu sorgen", so Franco Lollia, Sprecher der "Anti-Negrophobie-Brigade".

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden