Ein kurioser Vorfall hat sich am Sonntagabend in Vorarlberg am Bregenzer Bodenseeufer ereignet: Ein 22-jähriger Syrer gab gegenüber der Polizei an, mit einem Unbekannten in eine Prügelei verwickelt gewesen zu sein - als er sich davonmachte, habe er jemanden ins Wasser fallen hören. Es folgte eine groß angelegte Suche.
Die Beamten der Stadtpolizei Bregenz bekamen am Sonntagabend von einem 22-jährigen Syrer folgende Geschichte zu hören: Er sei gegen 18 Uhr in den Bregenzer Seeanlagen spazieren gewesen, da sei er plötzlich von einem Unbekannten angepöbelt und beschimpft worden. Den wüsten Worten folgte seinen Angaben zufolge eine Rauferei, die er mit einem Faustschlag beendet habe. Daraufhin sei er getürmt. Beim Weglaufen sei ihm dann ein verdächtiges Geräusch aufgefallen - als ob jemand ins Wasser fallen würde.
Große Suchaktion
Seine Erzählungen waren offenbar so glaubwürdig, dass umgehend eine groß angelegte Suchaktion veranlasst wurde: Die Wasserrettung war mit zwei Booten, fünf Fahrzeugen und 30 Mann - unter ihnen Taucher aus ganz Vorarlberg - im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Kräften der Feuerwehr (25 Mann) sowie 15 Polizisten.
Da der "Tatort" vom Zeugen nicht näher definiert werden konnte, wurde der gesamte Bereich zwischen "Molo" und dem Tretbootverleih beim "Wirtshaus am See" abgesucht.
Allein, die Mühen waren vergebens: Keine Spur vom Opfer, kurz nach 21 Uhr wurde die Suche abgeblasen. Bis dato gibt es auch keine Hinweise, nach wem eigentlich gesucht wurde: Weder konnte der Syrer nähere Angaben zur Person machen, noch liegt eine Vermisstenanzeige vor.
Kronen Zeitung
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