Do, 23. November 2017

Suizid nach Bluttat

29.12.2016 20:44

43-jähriger Salzburger erschießt eigene Mutter

Eine 74 Jahre alte Frau und ihr 43-jähriger Sohn sind am Donnerstagnachmittag bei einem Wohnhaus in Henndorf im Salzburger Flachgau tot aufgefunden worden. Laut Polizei handelt es sich offenbar um Mord und Selbstmord. Der Sohn dürfte seine Mutter mit einem Kleinkalibergewehr erschossen und sich dann selbst getötet haben. Das Tatmotiv ist noch unklar.

Eine Freundin und Nachbarin der Familie hat die beiden Toten gegen 16 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert. Sie hatte Ilse H. nicht erreichen können und sich deshalb zu ihrem Haus im Ortsteil Wankham begeben, teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Die Leiche der Frau lag unter dem Vordach eines gläsernen Anbaus, in dem sich zwei Tierboxen befanden, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Grausame Szenerie am Tatort
In der Stallung hing der 43-Jährige an einem Seil, er dürfte sich zudem selbst angeschossen haben. In seiner unmittelbaren Nähe wurde das Kleinkalibergewehr sichergestellt. Vermutlich handelt es sich um die Tatwaffe. Auch einer von insgesamt drei Hunden der Frau wurde tot aufgefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 43-Jährige den Vierbeiner erschossen hat.

Obduktion der Leichen angeordnet
Das Landeskriminalamt Salzburg hat die Ermittlungen übernommen, Tatortbeamte sicherten die Spuren. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete eine Obduktion der Leichen an. Ein Kriseninterventionsteam übernahm die psychologische Betreuung der Freundin der Familie.

Um das Tatmotiv zu klären, werden nun Angehörige und der Bekanntenkreis der Getöteten befragt. "Ilse war eine überaus freundliche Dame, sie war jeden Tag spazieren", schilderte ein Nachbar gegenüber der "Krone". "Ihr Sohn ist erst vor Kurzem wieder zu ihr gezogen." Ilse H. hatte sich mit der Zucht von Vollblut-Araberpferden international einen Namen gemacht.

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