Sa, 25. November 2017

Arbeiten laufen

20.06.2013 06:00

Josef Fritzls Horror-Keller in Amstetten wird zubetoniert

Letztes Kapitel in einem der schlimmsten Kriminalfälle Österreichs: Der Keller im Amstettner Horror-Haus, wo der zu lebenslanger Haft verurteilte Inzest-Vater Josef Fritzl seine Tochter 24 Jahre gefangen hielt und mit ihr sieben Kinder zeugte, wird zubetoniert. Die Baumaschinen sind seit Donnerstag früh im Einsatz.

Bis zuletzt wurde die generalstabsmäßig geplante Aktion geheim gehalten. Nichts war über die Auffüllung des Kellers mit einem Spezialbeton (siehe Grafik) nach außen gedrungen. Die Familie des Horror-Vaters hatte sich diese Variante gewünscht. Bei einem Abriss, so ihre Befürchtung, hätten Fotografen vom Hubschrauber aus Bilder vom Kellerverlies gemacht.

Die Ausschreibung für den heiklen Auftrag - eine einheimische Baufirma und ein hiesiger Statiker kamen zum Zug - führte Masseverwalter Walter Anzböck durch. Zu einer Stellungnahme war er bislang nicht erreichbar. Wie man hört, streckt der Jurist aber die veranschlagte Summe von bis zu 100.000 Euro aus eigener Tasche vor - vom Konkursverfahren gegen Josef Fritzl ist nämlich kein Geld mehr übrig.

Beton wird in mehreren Schichten eingelassen
Die Befüllung des Kellers soll bis Ende nächster Woche dauern. Dazu werden Löcher in die Decke des einstigen Gefängnisses gebohrt. Danach wird der Beton in mehreren Schichten eingelassen. Dadurch will man verhindern, dass jemals wieder etwas ausgegraben werden kann. Als letzter Schritt soll dann das Horror-Haus verkauft werden.

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