So, 22. April 2018

Unmut über Asylpolitik

02.03.2018 18:10

Umfrage: AfD in Cottbus schon auf Platz eins

Wenn am kommenden Sonntag im deutschen Bundesland Brandenburg Landtagswahl wäre, würde die AfD in der Stadt Cottbus auf Platz eins landen. Das ergab eine aktuelle Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb. Die AfD kommt dabei auf 29 Prozent - das wäre fast eine Verdreifachung ihres Stimmenanteils im Vergleich zur Landtagswahl im September 2014. Damals hatte die AfD in Cottbus 10,7 Prozent erzielt. In Brandenburgs zweitgrößter Stadt, wo die AfD bei der Bundestagswahl im Herbst die meisten Zweitstimmen holte, ist die rechte Szene traditionell stark.

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut in der Zeit vom 21. bis 28. Februar rund 1000 Wahlberechtigte in Cottbus befragt. Die CDU kommt mit 24 Prozent (2014: 28,9) auf den zweiten Platz. Stark verlieren würde die SPD - von 31,8 Prozent bei der letzten Landtagswahl in der Stadt auf jetzt 15 Prozent. Die Linke kommt auf 17 Prozent (2014: 17,2 Prozent). Sechs Prozent würden die FDP (2014: 1,1 Prozent) wählen, fünf Prozent die Grünen (4,5 Prozent), vier Prozent (5,8 Prozent) andere Parteien.

Massive Kritik an Flüchtlingspolitik der Bundesregierung
Laut Umfrage sehen zudem 66 Prozent Cottbus mit der Integration von Flüchtlingen überfordert, nur 22 Prozent sehen die Stadt als nicht überfordert. 72 Prozent sind mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung weniger bis gar nicht zufrieden.

Gewalt zwischen Flüchtlingen und Einwohnern nimmt zu
In den vergangenen Monaten war es in der Lausitz-Stadt wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Syrern und Deutschen gekommen. Das Land hatte deshalb die Polizeipräsenz erhöht und entschieden, bis auf Weiteres keine Flüchtlinge mehr aus der Erstaufnahme des Landes nach Cottbus zu schicken. 

Zu wachsenden Befürchtungen, dass Cottbus zunehmend der Pegida-Hochburg Dresden ähneln könnte, sagte der Politologe Werner Patzelt unlängst der dpa: "Es gibt Parallelen, aber es gibt auch Unterschiede." Auch in Sachsens Hauptstadt gehe es um reale Probleme einer Einwanderungsgesellschaft, bei der sich die Bevölkerung in sehr kurzer Zeit in sehr auffälliger Weise verändert, so der Forscher. Das, was in Dresden aber noch Sorge vor der Zukunft gewesen sei, entzünde sich in Cottbus an inzwischen gegenwärtigen Problemen.

 krone.at
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