Wissenschaftsministerin Holzleitner will mehr Solidarität von Absolventen eines Medizinstudiums in Österreich einfordern und denkt medial über Abgaben oder die Verpflichtung von Absolventen nach, um Ärzte ins Land zu bringen. Ein Beispiel zielloser, kurzfristig gedachter Showpolitik und rechtlich niemals durchsetzbar. Oder sollen auch Absolventen von Kunstgeschichte, Jus oder BWL für den öffentlichen Dienst verpflichtet werden? Jahr für Jahr wird zudem über die Anzahl der Studienplätze und neue Fakultäten (Burgenland) diskutiert, während viele der fertig ausgebildeten Mediziner schon jetzt nie im österreichischen Gesundheitswesen als Ärzte tätig werden. Seit Jahren wissen Insider, warum: Einerseits wurden bei den Arbeitsbedingungen nie moderne Standards eingeführt. 25-Stunden-Dienste, unplanbare Wochenenden, 70-Stunden-Wochen und zu wenig Zeit für die Familie sind aus der Zeit gefallen, für (junge) Ärzte aber heute immer noch Standard, während in anderen Branchen Homeoffice und weniger Stunden pro Woche längst Normalität sind. Andererseits gibt es keinerlei Qualitätsstandards in der Ausbildung. Turnusärzte verrichten ohne Lobby in den Kliniken niedere Dienste und werden ausgebeutet – sollten aber den Hausärztemangel bereinigen. Zudem gibt es etwa in Wien und NÖ aktuell lange Wartezeiten, um ins Basisjahr zu starten. Es fehlt also keinesfalls an Studienplätzen, sondern an einer Reform der weiterführenden Ausbildung und der Rahmenbedingungen in den Kliniken. Ärztekammer und Politik müssen endlich handeln und das Problem an der Wurzel packen, anstatt populistische Symbolpolitik zu betreiben.
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