Das freie Wort

Blackout-Gefahr wächst

Seit Jahrzehnten wird in allen Klimaschutz- und Energietagungen auf die Bedeutung von Smart Grids hingewiesen. Es genügt nicht, umweltfreundliche Energie mit Sonne und Wind zu erzeugen. Diese Energie muss auch sinnvoll weitergeleitet werden. Jeder hat schon gesehen, dass die Hälfte der Windräder still steht. Ganz einfach, weil diese Energie nicht verwendet werden kann. Das ist schlimm, aber nur ein Teil des Problems. Gedacht war, kleinräumig wirklich umweltfreundliche Energie zu erzeugen und dort zu vernetzen. Die Konzerne sind daran ganz und gar nicht interessiert. Jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage kann davon ein Lied singen. Solche Anlagen dürfen ja nicht zu groß sein, der ins Netz eingespeiste überschüssige Strom wird mit lächerlichen Preisen bezahlt. Es läuft völlig falsch. Seit Langem ist bekannt: Die großen Netze müssen baldigst verbessert werden. Und zusätzlich muss die private kleinräumige Energieproduktion forciert werden. Diese Anlagen müssen real kleinräumig vernetzt werden. Ich wiederhole: Die Konzerne sind daran absolut nicht interessiert. Und die Politik? Versteht davon absolut gar nichts und lässt der E-Lobby freie Hand. Das hatte sich am besten nach dem 3-tägigen Symposium „Energie Zukunft Austria“ im Jahr 2005 in den Räumen der Nationalbibliothek gezeigt. Dort waren viele Lösungsvorschläge präsentiert worden. Aber alles läuft trotzdem weiter wie gehabt, nichts wurde geändert. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich war auf dieser genannten Tagung und auf allen anderen einschlägigen Konferenzen.

Helmut Belanyecz, Wien

Erschienen am Di, 8.7.2025

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
28.3.2026Datum auswählen
Globaler und nationaler Notstand
Am Persischen Golf zerschießen sich gerade die Kriegsparteien gegenseitig die Erdöl- und Erdgasfelder, sodass viele davon auf Jahre hinaus ausfallen ...
Mag. Anton Bürger
Verschmutzung der Umwelt
Es ist eigentlich traurig, dass jedes Jahr Säuberungsarbeiten an Bahnhöfen und Straßenrändern durchgeführt werden müssen und auch Graffiti von Zügen ...
Hermi Böhm
Positiver Nebeneffekt
Herr DDr. Stelzl aus Linz (Leserbrief vom 27. 3.) mag in manchen Punkten bezüglich der Effizienz und Kosten des Einweg-Pfandsystems recht haben. Was ...
Eva Gusenbauer
Justizskandal
Was ist nur los mit unserer Justiz? Da steht ein perverser Tierquäler von einer „Qualität“, die neu und unübertroffen ist, abgesehen von über tausend ...
Eva Schreiber
Erbschaftssteuer
Meine Frau und ich, beide kurz vor der Pensionierung, sind dann bei Pensionsantritt 45 Jahre oder mehr lückenlos arbeiten gegangen. Immer Vollzeit, ...
Harald Hauser
Düstere Entwicklung
Das Leben mit Krisen ist hart. Ihre Folgen gravierend. Beide haben uns förmlich im Würgegriff. Die Spuren, die diese Mischung hinterlässt, sind ...
Christian Stafflinger
Unfassbare Ignoranz
Zum Beitrag von Herrn Franz Mostögl im „Freien Wort“ vom 26. 3.: Ich möchte mich für die klaren Worte bedanken. Es ist in der Tat unfassbar, mit ...
Josef Pratsch
Diesel um 1,40 Euro
Wir kommen soeben aus Teneriffa – dort kostet der Diesel aktuell 1,40 Euro. Seltsam – obwohl der Transport per Tankschiff zu den Kosten aufgeschlagen ...
Friedrich Leisser
Damals und heute!
In den 1980er-Jahren galt der Dieselmotor aufgrund seiner Langlebigkeit, Kraftstoffeffizienz und Zuverlässigkeit oft als robuste Alternative zu ...
Hubert Gruber
Bargeld
Die Schweizer haben erst am 8. März dieses Jahres entschieden, dass die Verfügbarkeit von Bargeld in der Verfassung verankert wird. Da dieses Thema ...
Silvia Höfinger
Zeitumstellung
Seit Jahren diskutiert die EU über die Abschaffung der Zeitumstellung, und eine überwältigende Mehrheit der Bürger hat sich bereits 2018 in einer ...
Ernst Pitlik
Anlassgesetzgebung und Symbolpolitik
Aufgrund der Energiekrise im Zuge des Iran-Krieges und der daraus resultierenden Energieknappheit erkennt nun die Bundesregierung die Wichtigkeit des ...
Franz Köfel
Handyfreie Zeit
Dass Schüler kaum drei Wochen ohne ihr Handy auskommen, zeigt ganz gut, wie weit der Wohlstand fortgeschritten ist. Das ist nämlich ein unnötiges ...
Markus Karner
Immer und überall
Gemeinsam mit drei Freunden saß ich in einem Café an einem Tisch. Alle hatten das Mobiltelefon in Händen und wischten mit dem Daumen über die ...
Haribert Isepp
Wegweisendes Urteil?
Ein US-Gericht verurteilte die Konzerne Meta und Google also zu Entschädigungen in Millionenhöhe. Viel essenzieller als die Gegebenheit, dass Google ...
Ingo Fischer

Voriger Tag
28.3.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt