Der Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter wird weder rasch noch einfach möglich sein. Es ist daher unehrlich, den Menschen ständig zu suggerieren, dass der Umstieg auf Elektroantriebe reicht, um die Klimaschädigung auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Die Erderwärmung kann nur durch ein globales Gesamtpaket begrenzt werden, und dazu bedarf es einschränkender Maßnahmen in allen Lebensbereichen. Wer von der Wirtschaft ein klimaneutrales Produzieren verlangt, muss auch bereit sein, seine persönliche Lebensweise kritisch zu hinterfragen. Die Elektrifizierung der Autos als perfekte Lösung zu propagieren verlangt nach konkreten Antworten, wie rasch der notwendige Strom, die Batterierohstoffe und die flächendeckend notwendigen Ladestationen verfügbar sein werden. Elektroautos sind auch keine Lösung, um die Staus in den Ballungsräumen zu beseitigen. Dass die Autoindustrie ihre Werksbänder rasch auf die Produktion von Elektroautos umstellt, ist wenig überraschend. Das Marktpotenzial ist gigantisch und die Gewinnmargen traumhaft. Die raffinierten Werbepraktiken der Autoerzeuger eignen sich da bestens, um die neuen Technologien als den wichtigsten Beitrag zur Klimarettung darzustellen. Punktuelle Maßnahmen in Einzelbereichen reichen jedoch nicht zur Klimarettung. Es fehlt nach wie vor die Bereitschaft, die Klimaschädigung durch beschränkende Maßnahmen in allen Bereichen auf ein verkraftbares Maß zu reduzieren. Der Umstieg auf Elektroautos allein wird nicht reichen, um das Weltklima zu retten.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Sa, 25.9.2021
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