Schmutz und Defekte

Zug-Fahrgäste: „Zustände sind unerträglich!“

Anhaltende Verspätungen und technische Probleme sorgen bei Fahrgästen der Graz-Köflach-Bahn für großen Unmut. Die GKB verweist auf witterungsbedingte Schwierigkeiten, man würde unter Hochdruck an Lösungen arbeiten. Gerüchte über gehäufte Kündigungen stimmen bedingt.

„Es ist unerträglich“, schildert eine Gruppe von Fahrgästen der Graz-Köflach-Bahn (GKB) ihr Leid. „Heute haben wir bei minus 16 Grad am Bahnhof Schwanberg gewartet. Die Abfahrt nach Graz war für 6.35 Uhr geplant, der Zug kam erst um 7.20 Uhr. Aber immerhin – gestern wurde die Verbindung gleich ganz gestrichen.“

Seit Jahresbeginn häufen sich erneut die Beschwerden über das weststeirische Verkehrsunternehmen. Verspätete Züge, ausgefallene Anzeigetafeln, defekte Türen und verschmutzte Waggons werden von vielen Pendlern als tägliche Nervenprobe beschrieben. „Ich habe meinen Frust bereits mehrfach bei den Verantwortlichen deponiert. Jedes Mal wird versprochen, dass sich bald etwas verbessert – doch es passiert nichts“, schreibt ein „Krone“-Leser.

Was nicht alle wissen: Der Fernverkehr auf der Koralmbahn hat Vorrang gegenüber dem ...
Was nicht alle wissen: Der Fernverkehr auf der Koralmbahn hat Vorrang gegenüber dem S-Bahn-Verkehr der GKB. Damit liegen die Störungsgründe oft nicht in der Verantwortung der GKB.(Bild: Christian Jauschowetz)

Für den täglichen Einpendler nach Graz hat die Situation mittlerweile auch berufliche Konsequenzen: „Das Verständnis meines Arbeitgebers für die regelmäßigen Verspätungen schwindet zunehmend – am Ende bleibt der Fahrgast auf der Strecke.“

Verspätungen, desolate Türen, schmutzige Waggons: Die Verantwortlichen verweisen auf ...
Verspätungen, desolate Türen, schmutzige Waggons: Die Verantwortlichen verweisen auf witterungsbedingte Schwierigkeiten und versprechen Besserung.(Bild: Krone KREATIV/Clemens Stadler, Evelyn Feiertag)
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Die Anzahl der Störungen hat sich insgesamt merkbar verringert. Und dies, obwohl wir seit 14. Dezember rund 40 Prozent mehr Zugverbindungen als zuvor anbieten.

Ernst Suppan, GKB

Ausweitung der Reinigungskapazitäten
Bei der GKB ist man einmal mehr um Schadensbegrenzung bemüht. „Wir entschuldigen uns bei allen Betroffenen für die Unannehmlichkeiten“, erklärt Sprecher Ernst Suppan. „An den Türstörungen wird mit Nachdruck gearbeitet. Diese Probleme treten derzeit – vermutlich witterungsbedingt – vermehrt auf.“ Flexiblere Wartungsintervalle seien bereits in Planung, zudem sei eine Ausweitung der Reinigungskapazitäten beauftragt worden.

Zu Gerüchten, wonach ein Großteil des Führungspersonals angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten gekündigt habe, nimmt Suppan ebenfalls Stellung: „Die Fluktuation im Mobilitätsbereich ist heute deutlich höher als noch vor einigen Jahren. Der Abgang einer hochqualifizierten Spitzenführungskraft ist für die GKB selbstverständlich ein Verlust.“ Der betroffene Mitarbeiter, der 27 Jahre im Unternehmen tätig war, habe ein „alternatives Jobangebot zur beruflichen Weiterentwicklung“ angenommen.

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