Bis zum Jahr 2009

Energie AG soll keinen Atomstrom im Netz haben

Im Zuge des Teilbörsegangs der Energie AG soll die Glaubwürdigkeit Oberösterreichs in der Antiatompolitik deutlich verbessert werden: Die Grünen haben das „Landesziel“ ausverhandelt, im Laufe des Jahres 2008 den Atomstromanteil im Leitungsnetz der Energie AG von derzeit noch 1,56 Prozent auf null zu vermindern.
Diese Vorgabe erhält die Energie AG als „Eigentümerauftrag“, so Grünen-Chef Rudi Anschober. Erreicht soll das durch ein im Ausbau stehendes Handelssystem für Herkunftszertifikate für die auf europäischen Strombörsen gehandelte Elektrizität werden.


„Die Energie AG wird Herkunftsnachweise für die Stromproduktion aus nichtnuklearen Anlagen erwerben und so im Laufe des Jahres 2008 null Prozent Atomstromanteil erreichen“, fasst Anschober die Vorgangsweise zusammen.


Neben Absicherungen gegen Aktienkäufe durch Atomstromkonzerne bei der Erstvergabe von Aktien der Energie AG sieht Anschober darin das zweite kurzfristig wirksame Instrument, um Bedenken gegen den Teilbörsegang auszuräumen: „Wir nehmen diese Bedenken wirklich ernst!“


Mittel- bis langfristig sollen Stromimporte überhaupt nicht mehr notwendig sein - und damit auch physikalisch keine Lücke mehr für Atomstrom bleiben: „Durch die Energiewende, deren Ziel es ist, so viel Strom, wie wir brauchen, selbst in Oberösterreich durch erneuerbare Energie zu erzeugen“, wie Anschober bekräftigt.


Foto: Chris Koller
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