Zweieinhalb Meter

Urzeit-Skorpion war größer als ein Mensch

Wissenschaft
21.11.2007 14:57
In der Gegend der heutigen Eifel (Deutschland) haben vor rund 390 Millionen Jahren 2,5 Meter lange Meeresskorpione gelebt. Darauf deutet eine fossile Klaue hin, die Forscher aus Großbritannien, Deutschland und den USA in einem Steinbruch in Rheinland-Pfalz entdeckt haben. Der Urskorpion war damit fast einen Meter länger als die größten bisher gefundenen Gliederfüßer.

Der Paläontologe Markus Poschmann von der Mainzer Generaldirektion Kulturelles Erbe hatte das 46 Zentimeter lange Klauenfossil in einem Steinbruch in Willwerath nahe Prüm entdeckt. Er beschreibt es zusammen mit dem Briten Simon J. Braddy von der Universität Bristol und dem US-Forscher Erik Tetlie von der Universität Yale. Urzeitliche Gliederfüßer waren demnach noch größer als bisher angenommen.

Meeresskorpione lebten vor rund 460 bis 255 Millionen Jahren. Sie gelten als Vorfahren der Skorpione, möglicherweise sogar als Vorfahren aller Spinnentiere. In der Forschung ist bisher umstritten, warum urzeitliche Gliederfüßer wesentlich größer waren als die heute lebenden Exemplare. Einige Wissenschafter gehen davon aus, dass sie infolge der höheren Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre größer werden konnten. Andere Forscher stellten die These auf, dass sie sich parallel zu ihren Beutetieren, den Panzerfischen, entwickelten haben.

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