Sa, 23. Juni 2018

Kindergeld neu

11.10.2007 19:39

Novelle im Familien-Ausschuss beschlossen

Mit den Stimmen der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP ist am Donnerstagabend im Familienausschuss die Neuregelung des Kindergeldes beschlossen worden. Die wesentlichste Neuerung ist die Wahlmöglichkeit zwischen nun drei Bezugsmodellen. Außerdem wird die Zuverdienstgrenze von 14.600 auf 16.200 Euro angehoben. Dass die Zuverdienstgrenze nicht abgeschafft wird, ist der Hauptkritikpunkt der Oppositionsparteien, die der Novelle nicht zustimmten.

Anträge von FPÖ und BZÖ auf eine generelle Abschaffung der Zuverdienstgrenze blieben im Ausschuss ebenso in der Minderheit wie ein Zusatzantrag der Grünen zur Arbeitszeitreduktion. SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl wies darauf hin, dass sich auch ihre Partei den Entfall der Zuverdienstgrenze bei Arbeitszeitreduktion gewünscht hätte. Aber darauf habe man sich nicht einigen können. Familienministerin Andrea Kdolsky erklärte das Nein der ÖVP einmal mehr damit, dass die Einführung von Arbeitszeitgrenzen einen massiven Verwaltungsaufwand brächte.

Im Nationalratsplenum wird die Kindergeld-Reform Mittwoch nächster Woche beschlossen. In Kraft treten wird sie Anfang nächsten Jahres. Allerdings können auch Eltern von Kindern, die zuvor geboren wurden, auf die neuen Modelle umsteigen - wenn das Kind unter 15 Monate (beim Bezugsmodell 15+3) bzw. unter 20 Monate (bei 20+4) alt ist.

Im Modell 15+3 (15 Monate ein Partner, drei der andere) gibt es künftig 800 Euro monatlich, im Modell 20+4 624 Euro. Wie bisher gibt es auch die Möglichkeit, für 30+6 Monate 436 Euro zu beziehen. Als geschätzte Mehrkosten für die neuen gesetzlichen Bestimmungen werden in den Erläuterungen der Regierungsvorlage 918,6 Millionen Euro genannt.

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.