27.06.2007 15:50 |

Unfair verteilt

Reiche werden immer reicher

Weltweit sind knapp 900 Millionen Menschen unterernährt, gleichzeitig werden die Reichen immer reicher. Das Nettovermögen der vermögenden Privatpersonen stieg 2007 um über elf Prozent auf 37,2 Billiarden Dollar (über 27,6 Billiarden Euro), das ist der erste zweistellige Zuwachs seit sieben Jahren.

Die Zahl der vermögenden Privatpersonen beläuft sich weltweit auf 9,5 Millionen, wobei Singapur und Indien die stärkste Zunahme aufweisen. Das geht aus dem aktuellen "World Wealth Report" von Capgemini und Merrill Lynch hervor. Demnach gibt es rund um den Globus knapp 95.000 "Ultrareiche", auch ihr Vermögen legte um über elf Prozent zu.

Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts und der Börsenkapitalisierung - die beiden Haupttreiber der Vermögensbildung - hat 2006 beschleunigt zugenommen und dazu beigetragen, dass weltweit die Gesamtzahl der vermögenden Privatpersonen und das von ihnen kontrollierte Vermögen gestiegen ist. Das im Vergleich zu 2003 und 2004 gleich hohe Wirtschaftswachstum wurde von den aufkommenden Märkten angeführt, die erneut die Performance des Rests der Welt übertrafen.

Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) spielten auch 2006 eine zunehmend wichtige Rolle in der Weltwirtschaft. China und Russland reihten sich in die zehn Länder mit der schnellsten Zunahme an Topverdienern ein. In China wuchs die Zahl der vermögenden Privatpersonen um 7,8 Prozent, in Russland um 15,5 Prozent. Brasilien und Indien zeigten ebenfalls eine zunehmende Stärke, die auf dem inländischen Privatkonsum und den kompetitiven Dienstleistungs- und Industriebranchen beruhte.