15.02.2007 13:57 |

Zivildienst

SPÖ legt Zivildienst- Verkürzung auf Eis

Die SPÖ hat ihre Forderung, den Zivildienst analog zum Wehrdienst auf sechs Monate zu verkürzen, derzeit auf Eis gelegt. Das bestätigte Verteidigungsminister Darabos gegenüber dem ORF-"Morgenjournal". Gesellschaftspolitisch sei er zwar weiterhin für die Gleichstellung beider Dienste. Aber er nehme zur Kenntnis, dass Hilfsorganisationen mit neun Monaten Zivildienst besser zurecht kommen.

Darabos bekräftigte, dass die gesetzliche Regelung zur Verkürzung des Wehrdienstes schon heuer - und nicht wie von der alten Regierung geplant erst 2008 - erfolgen soll. Auf Basis eines Erlasses von Ex- Verteidigungsminister Platter werden die sechs Monate zwar bereits exekutiert, Darabos geht es aber um "Rechtssicherheit" für die 30.000 Rekruten, die jährlich einrücken.

Kritik von den Grünen: "Leere Versprechungen"
Kritik an der Zivildienstregelung kam von den Grünen: Die SPÖ falle schon wieder um, meinte die Grüne Zivildienstsprecherin Haidlmayr am Donnerstag. Die "großmundigen Ankündigungen" von Darabos in der Zivildienstkommission würden sich als "leere Versprechen" erweisen.

Positiv kommentierte unterdessen der Präsident des Hilfswerkes, Karas, das "offensichtliche Einlenken" von Darabos. Er hält neun Monate Zivildienst für sinnvoll, weil "eine sinnvolle Arbeit erst nach einer gewissen Einschulungs- und Einarbeitungszeit der Zivildiener gegeben ist".

Freitag, 21. Februar 2020
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