10.01.2007 19:19 |

Tragischer Freitod

52-jähriger Polizist zündet Haus an und erhängt sich

Keinen anderen Ausweg mehr dürfte ein Kriminalbeamter aus Großebersdorf (Niederösterreich) gesehen haben. Weil er die bevorstehende Scheidung nicht verkraftete, steckte der 52-Jährige Mittwochvormittag sein Haus in Brand. Die alarmierte Feuerwehr entdeckte ihn schließlich im Keller - erhängt und erschossen.

"Wir können es gar nicht fassen. Er war ein so hilfsbereiter und vor allem lebensfroher Mensch", so ehemalige Kripo-Kollegen Chefinspektors schockiert. Dabei ging es dem 52-jährigen Polizisten und zweifachen Familienvater schon seit längerer Zeit alles andere als gut. Die bevorstehende Scheidung von seiner Frau machte ihm schwer zu schaffen. Eine Vorladung vor Gericht Mittwochvormittag ließ die Situation schließlich eskalieren. An insgesamt vier Stellen legte der Mann in seinem Wohnhaus in Großebersdorf  Feuer und ging danach in den Keller.

Im Keller erhängt und erschossen
Als die von den Nachbarn alarmierte Feuerwehr eintraf, stand bereits der ganze Dachstuhl in Vollbrand. Sofort durchsuchten die Einsatzkräfte während der Löscharbeiten sämtliche Etagen des Hauses nach möglichen Verletzten. Dabei machten sie im Keller eine grausame Entdeckung: Der Polizist hatte sich mit einem Strick erhängt und zugleich mit seiner Dienstwaffe erschossen.

"Ein Anblick, den man nicht so schnell vergessen kann", so einer der Feuerwehrmänner. Der 52-Jährige Polizist hinterlässt zwei erwachsene Kinder. 

Von Klaus Loibnegger und Peter Tomschi
Foto: Peter Tomschi

 

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