Fr, 17. August 2018

Skispringer-Team

25.11.2017 18:43

ÖSV-Adler verpassen als Vierte das Kuusamo-Podest!

Österreichs Skisprung-Mannschaft hat am Samstag in Kuusamo im zweiten Teambewerb der Olympia-Saison das Podest verpasst! Nach Rang zwei in Wisla mussten sich Michael Hayböck, Manuel Fettner, Daniel Huber und Schlussspringer Stefan Kraft mit Rang vier hinter den überlegenen Norwegern sowie Deutschland und Japan begnügen. Die Norsker hatten auch schon in Polen triumphiert. Herausragend war Weltcup-Titelverteidiger Kraft im zweiten Durchgang mit einem 147,5-m-Flug, der damit den zehn Jahre alten Schanzenrekord von Gregor Schlierenzauer um einen halben Meter verbesserte.

Österreich war bis auf eine der insgesamt acht Runden immer außerhalb der Stockerlplätze gelegen, ehe Fettner das Team mit einem 142,5-m-Satz auf Platz drei brachte. Danach unterlief aber Huber als vorletztem Springer ein Patzer mit 118,5 m und die Truppe von Heinz Kuttin war vor Kraft wieder Vierter. Weltcup-Titelverteidiger, Doppel-Weltmeister und Skiflug-Weltrekordler Kraft steigerte sich nach einem 138-m-Sprung im Finale um fast 10 Meter. "Das war genial. Ich habe vom ersten Meter weg voll marschieren können. Die Form stimmt, wie es ausschaut", meinte Kraft im ORF-Fernsehen schmunzelnd. Er habe einfach versucht, das V in der Luft "etwas lockerer" und weniger hektisch zu öffnen. "Das ist mir jetzt gelungen und hat sich echt geil angefühlt. Das war einer meiner besten Sprünge überhaupt."

Der Salzburger machte seinem engeren Landsmann Huber für dessen zweiten Sprung keine Vorwürfe. "Schade. Das kann leider passieren hier in Kuusamo. Dass Heinz (Kuttin) ihn aufgestellt hat, war sehr richtig. Er hat sich hier halt schwerer getan." Für das Einzel am Sonntag zählt der Dritte von Wisla natürlich zum engsten Favoritenkreis. "Die Norweger sind extrem stark, die Japaner auch, da muss auch alles zusammenpassen. Ich hoffe, dass ich noch so eine 'Rakete' im Köcher habe." Für Huber, der in Wisla mit Einzelrang sechs bzw. Teamrang zwei hatte aufhorchen lassen, war die schwierig zu springende Schanze in Kuusamo eine Bewährungsprobe. "Ich bin leider nicht ganz warm geworden mit der Schanze. Ich habe im zweiten Durchgang alles riskiert, da ist leider nicht alles aufgegangen. Es tut mir leid für das Team."

Für den zuletzt angeschlagenen Hayböck ging es ebenfalls aufwärts. "Ich muss geduldig bleiben, mir fehlen noch ein paar Sprünge. Cool, dass ich am Start war. Ich merke, dass es leichter und selbstverständlicher wird", freute sich der Oberösterreicher. Auch Fettner war nach seinem 142,5-m-Sprung im Finale "erleichtert, dass es jetzt mal geklappt hat". Robert Johansson, einer der vier siegreichen Norsker neben Anders Fannemel, Daniel Andre Tande und Johann Andre Forfang, freute sich stellvertretend für seine Teamkollegen. "Es war wieder ein toller Teambewerb für uns. Die zweite Runde von uns war wirklich großartig." Man habe im Sommer hart gearbeitet und sich viel Selbstvertrauen geholt.

Für das Kuriosum des Tages hatte Polen gesorgt: Wegen eines nicht reglementgemäßen Anzugs wurde Startspringer Piotr Zyla disqualifiziert, die drei restlichen Teamkollegen schafften aber dennoch den siebenten Rang. Mit dem im Finale wieder startberechtigten Zyla verbesserte man sich mit nur sieben Sprüngen noch an die sechste Stelle.

Das Ergebnis:
1. Norwegen 1.184,2 Punkte
2. Deutschland 1.116,9
3. Japan 1.108,2
4. Österreich 1.095,4
5. Slowenien 1.009,2
6. Polen 985,5 *
7. Schweiz 966,6
8. Russland 863,3
Weiters (nicht im 2. Durchgang):
9. Italien 368,3
10. Finnland 365,6
11. Tschechien 322,9
12. Kasachstan 221,4

* Bei den Polen war Piotr Zyla im ersten Durchgang wegen eines Anzugfehlers disqualifiziert worden, das Team schaffte aber mit nur drei Wertungen den Sprung ins Finale der besten acht Nationen. Mit Zyla verbesserte sich Polen im Finale noch auf Platz 6.

Der Stand im Nationencup:
1. Norwegen    909 Punkte
2. Deutschland 765
3. Österreich  729
4. Polen           690
5. Japan          607
6. Slowenien   371
7. Schweiz      200
8. Russland     100

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