Mo, 21. Jänner 2019

Aus Anstalt geflohen

24.09.2017 11:05

Drei Häftlinge seilen sich mit Leintüchern ab

Mit verknoteten Leintüchern und einem selbst gebauten Rammbock sind drei Männer in Deutschland aus einer Forensischen Psychiatrie ausgebrochen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatten sich die drei Straftäter am Samstagabend aus dem zweiten Stock der Anstalt in Zwiefalten in Baden-Württemberg abgeseilt und waren geflohen.

Die drei Männer im Alter von 30 bis 38 Jahren teilten sich ein Zimmer in der psychiatrischen Klinik. Doch sie wollten raus - filmreif! Mithilfe von Bettkasten-Holz bauten sie einen Rammbock und durchbrachen damit die alte Außenwand aus Ziegelsteinen.

Anschließend seilten sie sich mit verknoteten Leintüchern aus dem zweiten Stock ab.

Laut "Bild"-Zeitung werden in der Klinik drogenabhängige Kriminielle, die ihre Sucht nicht in den Griff bekommen, sowie gewaltbereite Schwerverbrecher behandelt.

Normalerweise würden die Insassen rund um die Uhr bewacht. In diesem Fall sei dies aber nicht passiert: Laut der Zeitung wurde die Flucht nur zufällig bemerkt. Weil die Männer nämlich den Heizkörper nach unten gebogen hatten, um an dieser Stelle den Rammbock einzusetzen, stieg Wasserdampf nach oben und löste irgendwann den Rauchmelder aus.

Großfahndung nach den flüchtigen Kriminellen
Sofort wurde eine Großfahndung eingeleitet. Die Polizei ist mit Hubschraubern, Spürhunden und Dutzenden Beamten im Einsatz. Die Männer halten sich allerdings vermutlich schon nicht mehr im direkten Umfeld von Zwiefalten auf. "Die Flüchtigen haben kein Interesse, in der Bevölkerung aufzufallen und wollen weiterhin unerkannt flüchten", vermutete ein Sprecher der Polizei.

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